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05.09.2017

IFWK-Executive-Einladung bei Amrop Jenewein:

Neue Konkurrenten – andere Regeln!
Arbeitsmarkt und Wirtschaftskommunikation stehen vor einem großen Generationenkonflikt mit tiefgreifenden Veränderungen für Politik und Wirtschaft

Sorgten für eine interessante Diskussion in den Räumlichkeiten von Amrop Jenewein (v.l.n.r.): IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer, Dr. Valerie Höllinger, Geschäftsführerin BFI Wien, Klaus Schmid, CEO NTT Data Österreich und Gastgeber Günther Tengel, Geschäftsführer Amrop Jenewein.

„Leadership“ versus „Management“ oder „Wer soll das noch führen?“ – Diese Frage werden sich Wirtschaft und die Politik in den nächsten Jahren stellen müssen. Denn es kommt eine enorme Transformation auf uns zu, und diese kommt nicht Zug um Zug: Die heutige Jugend hat eine völlig andere Denkweise, als die jetzige Generation der Unternehmensführer. „Für die Wirtschaft steht mit diesem Generationenwechsel eine immense Veränderung ins Haus“, betonte der Geschäftsführer des global tätigen Personalberatungsunternehmens Amrop Jenewein, Günther Tengel, im Rahmen einer Executive-Veranstaltung des Internationalen Forums für Wirtschaftkommunikation (IFWK) in Wien. IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer ergänzte, dass sich sowohl die interne als auch die externe Unternehmenskommunikation raschest auf diese Entwicklungen einstellen müssen, ohne jedoch auf jeden Hype aufzuspringen und Verunsicherung zu stiften: „Sensibilität ist gefragter denn je.“

„Bis 2020 zeichnen sich viele Trends ab, die unseren Führungsstil massiv beeinflussen werden“, konstatiert Tengel. „Die Bereiche Arbeit und Freizeit werden zum Beispiel in Zukunft völlig neu definiert“, so Tengel weiter. „Es wird zwei unterschiedliche Lager geben – die einen werden Work und Life völlig trennen, die anderen leben unter dem Motto ‚work is life‘“. Neue Arbeitsformen schwappen von den wirtschaftlich immer stärker werdenden Schwellenländern zu uns nach Europa und in die USA. Immer kürzer werdende Arbeitszeiten in Europa stehen deutlich längeren Arbeitszeiten in Asien gegenüber. „Wir sehen eine Trendwende: europäische und amerikanische High Potentials stehen nun aggressiven Mitbewerbern aus China, Indien usw. gegenüber. Migration und Einwanderungspolitik wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor.“

Reicht es noch, nur zu „managen“?
Wohin soll das alles noch führen bzw. wer soll das noch führen? Sind es nicht genau die heutigen Führungskräfte, die den Wandel herbeiführen müssen?

„Führung und Führungskultur zu verändern ist eine der schwierigsten Aufgaben“, erklärt Günther Tengel. „Jene, die im System groß geworden sind, werden es nur ungern verändern.“ Es komme jetzt darauf an, moderne Führungskulturen zu etablieren. „Echte Führung braucht soziale Kompetenz, Empathie und Reflexion. Führung per se wird zu wenig wertgeschätzt. Wichtig ist nur, dass die Zahlen stimmen, dabei geht viel verloren.“

Die großen Game Changer
Laut Tengel müsse sich die heutige Führungsriege mit einigen „Game Changern“ auseinandersetzen: „Die immer stärker werdende Konkurrenz aus den Schwellenländern. Waren 1990 nur fünf Prozent der Fortune 500 Unternehmen aus Schwellenländern, so werden es 2025 45 Prozent sein.“ Weiters wird die Digitalisierung immer größeren Einfluss auf unser tägliches (Arbeits-)Leben haben und die damit aufwachsende Jugend hat eine komplett andere Arbeitsmoral. „Das Denken und Handeln verändert sich immer schneller. Die einzige Frage, die sich mir stellt ist: evolutionär oder revolutionär?“

An der von Rudolf J. Melzer moderierten Diskussion beteiligten sich unter anderem der CEO von NTT DATA Österreich, Klaus Schmid, der Geschäftsführer von Bossard Österreich, Kai von Buddenbrock, die Geschäftsführerin des BFI, Valerie Höllinger, der Geschäftsführer von Fraunhofer Austria Research, Wilfried Sihn, adesso-Konsulent Walter Weihs, Corporate Advisor Bettina Gneisz-Al-Ani, der Kommunikationschef von Henkel CEE, Michael Sgiarovello, Mercedes-Wiesenthal-Geschäftsführer Martin Bartmann sowie der Head of Produkt Industries Sector bei Capgemini Österreich, Michael Danninger.

Download Pressetext: IFWK: Neue Konkurrenten – andere Regeln!

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