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18.06.2015

Wenn Arbeit krank macht
Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation diskutierte Angststörung und Burnout als psychische Störung an der Siegmund Freud Universität Wien

„Ich benutze den Begriff ‚Burnout’ nicht gerne. Er hat etwas Heldenhaftes und verschleiert, dass es sich bei so einer Krankheit um eine psychische Störung handelt. Psychische Störungen können passieren wie körperliche Erkrankungen. Das muss man akzeptieren – und sich schnellstmöglich seinem Umfeld anvertrauen, wenn es einen erwischt“, sagte Rüdiger Striemer, Buchautor und Vorstand der adesso AG, im Rahmen der Diskussion „Wenn Arbeit krank macht“, zu der das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) und die Siegmund Freud Universität Wien (SFU) einluden. In seinem Buch „Raus – Mein Weg von der Chefetage in die Psychiatrie und zurück“ schildert der deutsche IT-Manager die Entwicklung seines Burnout-Prozesses von Kopfschmerzen über Angstzustände bis in die Psychiatrie und zurück in die Vorstandsetage einer AG mit 1.500 Beschäftigten. Und er relativiert: „Es ist nicht das absolute Pensum der Arbeit, sondern ihre subjektive Bewertung, die jemanden in Stress, Depression oder Burnout treiben kann.“

Melzer, Musalek, Fiegl, Wittich, Gneisz-Al-Ani, Striemer

v.l.n.r.: IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer, Michael Musalek (Anton Proksch Institut), SFU-Vizerektorin Jutta Fiegl, Gerlinde Wittich (Erste Bank), FH-Professorin Bettina Gneisz-Al-Ani und adesso-Vorstand Rüdiger Striemer.

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