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22.02.2016

Vertrauen gewinnt an Bedeutung als Kommunikationsfaktor
Kulturelle Dominanz der USA – Englisch-Kenntnisse in CEE besser als in Österreich

Gerade in asiatischen Konzernen ist es wichtig, langfristig Vertrauen aufzubauen, um in den Führungskreis aufgenommen zu werden. Dies sagte Jan Trionow, CEO von Hutchison Drei Austria, der Österreich-Tochter des in Hong Kong ansässigen Konzerns CK Hutchison Holdings Limited bei einer Diskussion des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) zum Thema „Cultural Clash in der Unternehmenskommunikation“ in Wien. „Man muss man ein gutes Gespür dafür entwickeln, Vertrauen aufzubauen. Und das kann Jahre dauern“, so Trionow.

„Meine erste Erfahrung bei einer Sitzung mit Japanern war, dass mein Gegenüber die Augen schloss, um meinen Ausführungen besondere Bedeutung beizumessen“, verwies der langjährige CEO von NTT DATA Österreich, Martin Mai, auf die Gefahr, Verhaltensweisen von einer Kultur in die andere zu extrapolieren und Hierarchien zu unterschätzen. Interkulturelles Training sei daher besonders wichtig, was auch der Wiener Martin Sabelko bestätigte: In seiner Funktion als CEE-Vorstand des US-Immobilienkonzerns CBRE Global Investors in Prag ist er ständig um einen Ausgleich zwischen den kulturell sehr dominanten Amerikanern, seinem Team in Zentral- und Osteuropa sowie Investoren aus verschiedensten Teilen der Welt wie z.B. aus Korea bemüht: „Meiner Einschätzung nach ist die kulturelle Dominanz zwar leicht im Abnehmen begriffen, dafür wird soziale Intelligenz umso wichtiger, um weiterzukommen.“ Eine schlechte Note stellt Sabelko den Englisch-Kenntnissen der Österreicherinnen und Österreicher aus, weshalb er die CEE-Zentrale auch nicht von Prag nach Wien verlegt.

Ihre Erfahrung mit „Cultural Clashes“, die bei Firmenübernahmen eintreten können, schilderte die langjährige Senior Vice President Communications der OMV, Bettina Gneisz-Al-Ani: „Als ein Unternehmen, das ein anderes im CEE-Raum übernimmt, unterschätzt man etwas die kulturelle Komponente und meint, man müsse einfach alles nur fachlich abarbeiten. Letztendlich verändert man aber nicht nur das neue Unternehmen, sondern auch das eigene wird verändert“, sagte die Kommunikationsprofessorin und IFWK-Vizepräsidentin.

IFWK- Gründer Rudolf J. Melzer verwies in diesem Zusammenhang auf „Confidence“ in der Pressearbeit: „Die Pressestelle sollte immer mit einem Native Speaker besetzt sein.“ – Unter der Leitung des Österreich- und Südosteuropa-Korrespondenten des Handelsblatts, Hans-Peter Siebenhaar, diskutierten unter anderem die beiden neu bestellten Geschäftsführer des IT-Konzerns NTT DATA Österreich, Klaus Schmid und Oliver Breithut, die Bereichsleiterin Wirtschaft & Recht der FH Wien, Martina Zöbl, sowie der Geschäftsführer von Bossard Austria, Kai von Buddenbrock.

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Download Pressetext: IFWK_Cultural-Clash-in-der-Unternehmenskommunikation_24022016_MelzerPR


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