hp Archive » IFWK https://www.ifwk.net/tag/hp/ Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation Mon, 29 Oct 2018 15:38:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 https://www.ifwk.net/wp-content/uploads/2017/12/fb-logo-150x150.jpg hp Archive » IFWK https://www.ifwk.net/tag/hp/ 32 32 Zukunft des Managements: Wo bleibt der Faktor Mensch? https://www.ifwk.net/zukunft-des-managements-wo-bleibt-der-faktor-mensch/ Thu, 18 Oct 2018 10:09:50 +0000 http://www.ifwk.net/?p=518 Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation lud zum Diskurs über Fähigkeiten von Führungskräften in Zeiten der Digitalisierung Am 29. und 30. November wird Wien zum „Davos des...

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Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation lud zum Diskurs über Fähigkeiten von Führungskräften in Zeiten der Digitalisierung

Am 29. und 30. November wird Wien zum „Davos des Managements“. Das 10. Global Peter Drucker Forum, eine Art Welt-Management-Forum, wird sich dem Thema: „management. the human dimension“ widmen und Vortragende aus aller Welt nach Österreich ziehen. Der Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation, Rudolf J. Melzer, nahm dies zum Anlass für eine Vorveranstaltung in Kooperation mit dem Global Peter Drucker Forum, HP und AgileExperts, um mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft im Presseclub Concordia über die Zukunft des Managements zu diskutieren.

Welche Fähigkeiten brauchen Führungskräfte bereits heute, um Technologie und menschliches Potenzial so weiterzuentwickeln und einzusetzen, dass gesellschaftlich erwünschte Zwecke erfüllt werden? – Der zentralen Frage, dass Management als Disziplin im Hinblick auf Kompetenzen der Mitarbeiter, Methoden, Technologie-Unterstützung und Innovation weiterentwickelt werden muss, ging Isabella Mader, Executive Advisor des Global Peter Drucker Forums, in ihrem Eingangsstatement nach.  „Wir glauben, dass Digitalisierung und führende Technologie allein keine Garanten für Erfolg und eine wünschenswerte gesellschaftliche Entwicklung sein müssen. Deshalb führen wir die Diskussion über die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft, über die Weiterentwicklung der Management-Praxis und damit den Faktor Mensch.“

Michaela Novak-Chaid, CEO von HP Austria, betonte, dass die entscheidende Frage für ein Unternehmen sein muss, wie das Unternehmen attraktiv für die neuen Mitarbeitergenerationen sein kann. Dazu gäbe es bereits vielfältigste Thesen diverser Management Ratgeber: „Die Werte des Unternehmens spielen nach wie vor eine große Rolle: HP lebt schon immer eine Kultur aus Wertschätzung, Vertrauen sowie Collaboration und ist damit seit Jahrzehnten Trendsetter. Und da flache Hierarchien glaubhafter in offenen Büroumgebungen gelebt und Teamwork über Grenzen hinweg mit modernen Kollaborationstools effizient gestaltet werden kann, geht es nicht um eine akademische Denksportaufgabe. Es geht darum, die Prinzipien täglich zu leben.“

Kultur des Scheiterns als Voraussetzung für Innovation

Die Digitalisierung prägt mittlerweile den Alltag in Unternehmen. Wie gelingt es also dem Management, neue Technologien und soziale Faktoren bestmöglich einzusetzen und weiterzuentwickeln? Nana Siebert, stellvertretende Chefredakteurin der Tageszeitung Der Standard, ist überzeugt, dass digitale Transformation einen großen Einfluss auf tägliche Prozesse im Unternehmen hat: „Die Digitalisierung ändert die Taktung in Unternehmen enorm: große, nur langsam umzusetzende Transformationsprojekte weichen kleinen, schnellen Experimenten, bei denen Scheitern in die Kalkulation einbezogen werden kann.“ Eine positive Kultur des Scheiterns sei ohnehin sehr wichtig für moderne Unternehmen, denn nur so könne das Engagement der Mitarbeiter weiter gesteigert werden, so Siebert weiter: „Wenn Fehler keine Schuldzuweisungen nach sich ziehen, sondern als Lernerfahrung genutzt werden, sind Mitarbeiter engagierter. Und mehr Engagement ist die entscheidende Voraussetzung für Innovation.“

Georg Kopetz, Mitgründer und Vorstand von TTTech, sieht die Herausforderungen ans Management ähnlich wie Mader: „Als moderne Manager müssen wir uns Zeit nehmen über das Wesentliche nachzudenken. Ein Manager wird dafür bezahlt, dass er die großen Fragen seines Unternehmens sauber durchdenkt.“ Gerade im Zeitalter des digitalen Überflusses solle sich die Führungsebene an diese wesentlichen Qualitäten guten Managements viel öfter erinnern.

Digitalisierung als Nährboden für mehr Autonomie, Initiative und Kooperation

Dass Digitalisierung von allen Unternehmen viel mehr als Chance zur Weiterentwicklung guten Managements gesehen werden muss, betonte auch  der CEO von Hutchison Drei Austria, Jan Trionow: „Digitalisierung schafft mehr Chancen, mehr Wettbewerb, aber auch mehr Komplexität. Um in diesem Umfeld weiter wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen sich Organisationen transformieren, hin zu mehr Kundennähe, Agilität und Nutzung neuester Technologien. Dazu braucht es auch ein Umdenken im Management, das Autonomie, Initiative und Kooperation ins Zentrum rückt.“

In dieser Agilität sieht  Mike Leber, Gründer der Agile Experts, die weltweit namhafte Kunden bei komplexen Transformationsprogrammen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Business Agility Kompetenzen begleiten, eine große Chance für Unternehmen um in der digitalen Transformation bestehen zu können:  „Mittlerweile ist wohl unumstritten, dass wir uns bezüglich unserer Gesellschaft und Arbeitswelt in einem Paradigmenwechsel befinden. Dies bedeutet, dass die Faktoren Ungewissheit, Disruption und damit Komplexität zum Alltag unseres wirtschaftlichen Handelns gehören. Die Antwort darauf sind agile Organisationen und durchgängig agile Formen der Kollaboration. Das sind Unternehmen mit der Kompetenz eines ausgeprägten Sensoriums für Optionen, Entscheidungen unter hoher Unsicherheit und dramatisch beschleunigtem Lernen. Dies stellt Führung und bislang bewährte Management-Techniken auf den Prüfstand. Es ist Zeit die Zukunft des Managements zu gestalten.“

Der Faktor Mensch im Management und dessen Agilität beschäftigt Führungskräfte aller Branchen ebenso, wie Unternehmensberater und Consultants. Das zeigte sich auch in der anschließenden Diskussion. Am regen Austausch beteiligten sich unter anderem Bernd Bugelnig, CEO von Capgemini in Österreich, Johannes Riha, Geschäftsführer von GGW Gruber, Christine Perkonigg von der Donauuniversität Krems, Rainer Walter, Geschäftsführer von Pörner Anlagenbau, Kai von Buddenbrock, Geschäftsführer von Bossard in Österreich, Philipp Graf, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Graf-Dessoulemoustier, Marion Pelzel, Esteé Lauder-Brand Managerin, Michaela Ernst, designierte Chefredakteurin von „sheconomy“, und viele mehr.

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FORUM: „Registrierkassenpflicht war ein Kinderspiel“ https://www.ifwk.net/forum-registrierkassenpflicht-war-ein-kinderspiel/ Fri, 07 Apr 2017 09:36:56 +0000 http://www.ifwk.net/?p=60 Neue Datenschutzgrundverordnung der EU stellt Unternehmen vor große Herausforderungen Die Stadt Wien setzt schon um, was auf alle österreichischen Unternehmen in den nächsten Jahren zukommt:...

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Neue Datenschutzgrundverordnung der EU stellt Unternehmen vor große Herausforderungen

Die Stadt Wien setzt schon um, was auf alle österreichischen Unternehmen in den nächsten Jahren zukommt: Die im Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung der EU. Ziel ist der verbesserte Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten und deren Daten. Für die Wirtschaft bedeutet das aber einen großen bürokratischen Aufwand. Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) nahm sich dieser neuen Herausforderung für Wirtschaft und Medien an. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die auf Einladung von HP Österreich stattfand, kam man zum Schluss: Die Einführung der Registrierkassenpflicht war dagegen wie ein Kinderspiel.

„Die Menschen vertrauen Diensten wie Facebook, Google und Co. zum Teil mehr als der Stadtverwaltung“, konstatierte Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien, gleich zu Beginn der Veranstaltung und verwies darauf, dass in Wien täglich bis zu 15.000 Hackerangriffe erfolgreich abgewehrt werden.

Strafrahmen wird um das Tausendfache erhöht

„Behörden und Stadtverwaltungen standen schon bisher unter großem Druck den Datenschutz betreffend, weil sie Gesetze vollziehen müssen“, verwies Rechtsanwalt und Datenschutzexperte Markus Frank auf die Tatsache, dass mit der neuen Datenschutzgrundverordnung, die ab Mai 2018 in Kraft tritt, auf die Unternehmen auch große Strafzahlungen zukommen werden: „Die Bußgelder waren bisher im Vergleich zum Aufwand für angemessenen Datenschutz oft gering und wurden fallweise in Kauf genommen. Das soll sich aber mit der neuen Verordnung ändern. Der Strafrahmen wird um das Tausendfache erhöht. Da geht es dann um Bußgelder von bis zu zwanzig Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes“, so Frank. Auch die Beweislastumkehr kann für die Unternehmen zum Problem werden. Frank: „Nicht der Betroffene muss mehr beweisen können, dass seine Daten nicht korrekt verwendet werden, sondern die verantwortliche Firma.“ Der Druck von außen auf die Unternehmen wächst also zunehmend, auch von den Medien, in ihrer gesamten Datenverarbeitung v.a. Daten-Minimierung, Transparenz und Daten-Sicherheit umzusetzen.

Der IT-Security-Experte von Capgemini, Fabian Beutel, stellte klar: „Wurde ein Unternehmen von Hackern angegriffen, muss es das in Zukunft veröffentlichen. Das kann die Firma in den Ruin treiben. Wer geht schon zu einer Bank, von der man gelesen hat, dass die Kundendaten dort nicht mehr sicher sind?“

Vertraulichkeit als Wettbewerbsvorteil für österreichische Unternehmen

Bei der von Isabella Mader, Vorstand beim Excellence Institute, moderierten Diskussion betonte Huemer weiter: „Es sind nicht die Daten des Unternehmens, mit denen wir arbeiten, sondern die Daten der Kundinnen und Kunden.“ Transparenz sei das Um- und Auf, nur so kann das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden: „Schon jetzt hat man das Recht, Auskunft über jegliche Verwendung der Daten von der Stadt Wien zu bekommen“, berichtet die CIO der Stadt Wien. „Zur Verbesserung des Services wird gerade an einer Plattform für Bürgerinnen und Bürger gearbeitet, auf der sie einsehen können, wann und wo welche Daten verwendet wurden.“

Vorteil für Europa

Und genau diese Vertraulichkeit kann zum großen Vorteil für europäische und somit auch österreichische Unternehmen werden, prognostiziert Capgemini-Experte Beutel: „Gerade in den USA und in Asien gibt es kaum Datenschutzgesetze. Wird die neue Datenschutzverordnung von europäischen Unternehmen schnell umgesetzt und ist die nötige Transparenz für die Kunden vorhanden, kann das einen enormen Wettbewerbsvorteil bringen!“

Verschlüsselung als Stolperstein

Eine große Herausforderung wird in Zukunft die zunehmende Verschlüsselung der Daten sein, meint Beutel: „Bisher gut funktionierende technische Security-Systeme von Unternehmen werden durch die vermehrte Verschlüsselung der eingehenden Daten ´blind´ und können diese nicht mehr lesen. Jedes System hat seine Schwachstellen.“ So wird der vermeintliche Schritt hin zu mehr Sicherheit im Datenschutz eigentlich zu einer Stolperfalle, die wieder Raum für Hackerangriffe gibt. Entscheidend sei es jetzt, pragmatische Lösungen für alle Leute zu finden, so Beutel weiter: „Dokumentation und Transparenz sind ganz entscheidend. Jeder muss nachvollziehen können, wo seine Daten liegen und wofür sie verwendet werden.“

In einem stimmten die Gastgeberin, HP-Österreich-Geschäftsführerin Michaela Novak-Chaid, und  IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer mit allen Diskutantinnen und Diskutanten überein: Je früher sich die Unternehmen mit der neuen Verordnung auseinandersetzen, desto besser. Nur so können IT-Abteilungen gut geschult werden und mit Datenschutzbeauftragten gut zusammenarbeiten. „Entscheidend ist es, dass jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter bewusst ist, wie sie richtig mit den Daten der Menschen umgehen müssen und dass das auch entsprechend von der Unternehmensspitze intern kommuniziert werden muss.“ (Melzer)

An der Diskussion beteiligten sich des Weiteren der Vorstandsvorsitzende von Capgemini in Österreich, Bernd Bugelnig, NTT DATA Österreich CEO Klaus Schmid, TTTech Aufsichtsratschef Leopod Bednar, PwC-Partner Dieter Harreither, der Chef von Fraunhofer Austria Research, Wilfried Sihn sowie adesso-IT-Konsulent Walter Weihs.

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