management Archive » IFWK http://www.ifwk.net/tag/management/ Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation Thu, 07 May 2026 14:47:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 https://www.ifwk.net/wp-content/uploads/2017/12/fb-logo-150x150.jpg management Archive » IFWK http://www.ifwk.net/tag/management/ 32 32 Rezept für Auslandskarrieren: Flexibilität, Humor und Mut zur Lücke https://www.ifwk.net/rezept-fuer-auslandskarrieren-flexibilitaet-humor-und-mut-zur-luecke/ Thu, 07 May 2026 14:27:08 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2324 Das IFWK untersuchte die Erfolgsfaktoren für internationale Karrieren. Der eigene Auslandsaufenthalt
ist dafür nicht unbedingt Voraussetzung, Fingerspitzengefühl aber sehr wohl.

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Das IFWK untersuchte die Erfolgsfaktoren für internationale Karrieren. Der eigene Auslandsaufenthalt
ist dafür nicht unbedingt Voraussetzung, Fingerspitzengefühl aber sehr wohl.

Wien, 6. Mai 2026, IFWK. – Internationale Karrieren haben große Bedeutung in einem stark auf den Außenhandel fokussierten Land wie Österreich, gerade auch in Zeiten massiver geopolitischer Veränderungen. Ob man dafür ins Ausland geht oder aus Österreich Verantwortung für Organisationen in anderen Ländern übernimmt: Viele Anforderungen sind allen grenzüberschreitenden Berufskarrieren gemeinsam. In jedem Fall mitzubringen sind Neugier und Flexibilität, lautet eine Erkenntnis aus einem Expertengespräch zum Thema „Internationale Karrieren und Einfluss“, zu dem der Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK), Rudolf J. Melzer, kürzlich in Wien einlud. Auch der Humor darf dabei nicht zu kurz kommen.

Offenheit und Neugier sind wesentliche Voraussetzungen für eine internationale Laufbahn. Darüber hinaus brauche es aber auch noch Konfliktfähigkeit – und die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen, sagt Roman Oberauer. Er ist Executive Partner Manager bei Huawei Austria und war davor als Österreich-Geschäftsführer des japanischen Konzerns NTT Ltd tätig. Aus seiner Sicht unentbehrlich sei „auch Mut zur Lücke, denn man weiß nicht immer alles“.

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist für die Henkel-Managerin Marlene Hoelsken die Fähigkeit, auch unter Beschäftigten an mehreren Standorten ein Gefühl der Zugehörigkeit zu erzeugen. „Das muss man als Teamleiter sehr aktiv betreiben, etwa durch coffee chats oder persönliche Gespräche“, die etwa mit Videoschaltungen auch über große Distanzen hinweg geführt werden könnten. Hoelsken ist Head of R&D EU Country Amplification & PSRA bei Henkel Consumer Brands.

Anita Gradwohl von der auf Luxusinterieur spezialisierten und weltweit tätigen Firma F/List unterstreicht die große Bedeutung von Flexibilität für internationale Führungspositionen. Das gilt nicht nur für die Person selbst, auch das private Umfeld müsse mitspielen. „Familienfeiern richten sich nach Dienstreisen“, sagt Gradwohl. Sie betreut seit 20 Jahren Kunden in aller Welt, vor allem in Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten. Das Portfolio der F/List Group umfasst luxuriöse Innenausstattungslösungen für Geschäfts- und Privatjets, die kommerzielle Luftfahrt sowie exklusive Wohnresidenzen.

Nicht zu vergessen sei die Rolle des Humors, ergänzt Christoph Strnadl, der technische Leiter (CTO) der europäischen Dateninfrastruktur-Initiative Gaia-X, der davor für einen großen deutschen Software-Konzern tätig war. Das umfasse im besten Fall eine gewisse Fehlertoleranz – auch sich selbst gegenüber, sagt Strnadl, „also die Bereitschaft über sich selbst zu lachen“. Humor könne ein Mittel sein, Spannungen abzubauen und einen gemeinsamen Teamgeist herzustellen. Dazu brauche es aber auch viel Feingefühl, denn nicht alle Kulturen hätten denselben Humor.

Gute Kontakte als Sprungbrett

Eine internationale Tätigkeit allein ist freilich noch kein Garant für eine internationale Karriere. Um sie zum Sprungbrett für die weitere Laufbahn werden zu lassen, seien vor allem gute Kontakte nötig, also ein gut gepflegtes berufliches Netzwerk, unterstreicht Julia Högendörfer. Sie blickt auf neun Jahre Marketing für IBM und Mercer in Dubai zurück. Heute verantwortet sie die Bereiche Digitale Transformation und E-Commerce bei Sport 2000. Eine besondere Herausforderung sei das Aufrechterhalten solcher Kontakte über Ländergrenzen hinweg, ergänzt Henkel-Managerin Hoelsken. Die Beteiligung an internationalen Projekten sei eine Methode, um im Konzern sichtbar zu bleiben.

Welche Rolle kommt Österreich bei internationalen Karrieren zu – als Herkunftsland oder auch als Zielland für ausländische Führungskräfte, will Moderator Michael Köttritsch von der Karriere-Redaktion der „Presse“ wissen. Die Teilnehmer am Talk empfinden die Herkunft aus Österreich mehrheitlich als Vorteil, das Land werde international als strukturiert und organisiert wahrgenommen. Als kleineres Land sei man zudem nicht so exponiert wie etwa Frankreich oder Deutschland.

Die Rolle als Zielland wird differenziert gesehen. Außerhalb der Großstadt Wien könne es schon schwierig werden, geeignetes internationales Top-Personal zu finden. Mitunter auch in Wien selbst, auch wenn die Hauptstadt in internationalen Rankings regelmäßig zu einer der lebenswertesten Städte weltweit gekürt wird.

Achtung vor Wertekolonialismus

Für eine erfolgreiche internationale Karriere sei letztlich eine Vielzahl unternehmerischer wie auch menschlicher Fähigkeiten erforderlich, ist man sich am Podium einig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in anderen Ländern müssten das Gefühl haben, dass sie wahrgenommen und wertgeschätzt würden. Nicht zuletzt erfordere der Umgang mit unterschiedlichen Kulturen viel Fingerspitzengefühl, damit es nicht zu einem „Wertekolonialismus“ komme.

Zu weiteren Aspekten rund um Träume und Realitäten internationaler Karrieren diskutierten in der Henkel-CEE-Zentrale in Wien des Weiteren: Martha Salaquarda von VERBUND Energy 4 Business, die Wirtschaftsanwältin Stefanie Lugger, Sheconomy Co-Founderin Michaela Ernst, IMAVIDA-Geschäftsführer Stefan Siegl, Henkel-CEE-Kommunikationschef Michael Sgiarovello sowie Unternehmensberater Robert Bodenstein und der Geschäftsführer des Sightseeing-Busunternehmens Big Bus, Reinhard Grubhofer.

Rückfragehinweis:
Rudolf J. Melzer, +43 69913225460,
r.melzer@melzer-pr.com

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Künstliche Intelligenz als Schlüssel zur Effizienz https://www.ifwk.net/kuenstliche-intelligenz-als-schlussel-zur-effizienz/ Thu, 07 Dec 2023 08:32:48 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1724 Buchautorin und Herausgeberin Isabella Mader im IFWK-Kamingespräch über die Wichtigkeit von Wissensmanagement in Unternehmen

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Buchautorin und Herausgeberin Isabella Mader im IFWK-Kamingespräch über die Wichtigkeit von Wissensmanagement in Unternehmen

In einer Ära der ständigen Informationsflut, in der Menschen täglich mindestens 30-mal so viele Informationen zu bearbeiten haben als in den 1970er-Jahren, wird die Bedeutung effektiven Wissensmanagements in Unternehmen immer deutlicher: „Alle sind überlastet, suchen zu lange nach Informationen, werden ständig unterbrochen und versitzen zu viel Zeit in ineffizienten Meetings. Wir müssen Wissensarbeit wieder produktiv machen“, sagte die Informationswissenschaftlerin und Wirtschaftspsychologin Isabella Mader, die seit über 15 Jahren auf diesem Gebiet forscht, bei der Präsentation ihres neuesten Buches „Wissensmanagement erfolgreich umsetzen“ im Rahmen des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) bei PWC in Wien. Unternehmen befänden sich vielfach in einem Hamsterrad. „Wir brauchen Hilfe.“ Künstliche Intelligenz könnte Teil dieser Lösung sein.

Unternehmen stehen aktuell vor einer besonderen Herausforderung, da Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft das Unternehmen verlassen, bevor ihr oft betriebskritisches Wissen angemessen transferiert werden kann. In diesem Kontext warnt Mader: „Unser Informationsverhalten passt zu der Informationsmenge der 1970er Jahre – wir müssen nicht schneller, sondern anders arbeiten.“ Wissensmanagement sollte dabei ein unverzichtbares Element sein, um in der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt erfolgreich und vor allem reaktionsschnell zu agieren.

KI als Tool für Produktivitätssteigerung

Der zunehmende Stress und die täglich aufgewendeten ein bis drei Stunden, die allein für die Suche nach Unterlagen aufgewendet werden, sind ein deutliches Signal dafür, dass Unternehmen bzw. einzelne Personen Unterstützung benötigen. Als Vorstand von Excellence Research und Executive Advisor des Global Peter Drucker Forums hob Mader hervor, dass Künstliche Intelligenz zunehmend als entscheidendes Werkzeug im Wissensmanagement betrachtet wird. Diese Erkenntnis verdeutlichte sie in dem selbstorganisierenden Panel mit dem KI-Experten Sindre Wimberger: Eine effektive Arbeitsaufteilung zwischen KI und menschlichen Fachkräften sei dabei entscheidend – es gelte zu verstehen, wer welche Aufgaben am besten bewältigen könne. Wimberger, der in der digitalen Produktentwicklung der Stadt Wien tätig ist, befürwortet dies und schlägt vor, fortgeschrittene Sprachmodelle wie ChatGPT gezielt für das Wissensmanagement einzusetzen. Gleichzeitig betonte er auch die Notwendigkeit des richtigen Umgangs mit solchen Instrumenten: „Wir werden die Fähigkeiten und das Wissen, wie man effektiv mit KI umgeht, benötigen, um effizienter und besser zu werden. Dies könnte sogar dazu beitragen, dem Fachkräftemangel und der Pensionierungswelle entgegenzuwirken, ohne dabei jedoch den Menschen zu ersetzen.“

Teamarbeit als entscheidender Faktor

Isabella Mader präsentiert in ihrem neuen Buch ein erprobtes Konzept, das über 15 Jahre hinweg entwickelt und nun in optimaler Form niedergeschrieben wurde. Der Fokus des Buches liegt auf einem innovativen Ansatz, der von einem Self-Check über eine Tool-Selektionshilfe zu einer Toolbox führt. Besonders ist dabei die Herangehensweise, in breit aufgestellten Teams zu arbeiten. Diese Personengruppen setzen sich zusammen, um gemeinsam Herausforderungen und Problemstellungen zu erarbeiten, wodurch ein tiefes Bewusstsein für die behandelten Themen geschaffen und anschließend produktiv von den involvierten Teams auch mitgetragen werden. In diesem Kontext teilte der Präsident des Global Peter Drucker Forums, Richard Straub, seine Meinung zu dem Begriff „Wissensmanagement“. Er betonte die Herausforderung, diesem Konzept wieder die nötige Attraktivität zu verleihen: „Es ist sehr wichtig, dass sich Unternehmen intensiv mit Wissensmanagement auseinandersetzen. Dafür benötigt die ganze Thematik einen neuen Glanz!“ – Maders systematisches, community-basiertes Vorgehensmodell soll hier als effektives Werkzeug dienen: „Wenn die Leute gemeinsam den Bedarf erkennen, dann wird mit diesem Vorgang auch die Akzeptanz von Wissensmanagement steigen.“

Information vs. Wissen

Im Zentrum des Wissensmanagements stehe die Erkenntnis, dass Wissen mehr sei als die bloße Ansammlung von Informationen, erklärte Mader: „Wissen entsteht erst durch die individuelle Konstruktion im Alltag. Wenn wir Wissen managen, managen wir demnach auch Menschen“. 

Hochkarätige Diskussion bei IFWK-Kamingespräch

IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer verwies auf die zusätzlichen Herausforderungen, die im Bereich Wissensmanagement auf viele Sektoren der Wirtschaft – von der Hi-Tech-Industrie über den Finanzbereich bis hin zu Handwerk und Gewerbe – zukommen würden, und freute sich über die angeregte Diskussion zum Thema in den neuen Konferenzräumlichkeiten von PWC Österreich. Teilgenommen haben an diesem Kamingespräch unter anderem die Leiterin von FERI Österreich, Doris Hösch, Dorda-Kommunikationschefin Susanna Janovsky, die Geschäftsführerin von Gentics Software sowie CFO der APA, Doris Pokorny, Simone Ratasich von IP-Österreich, PWC-Partner Thomas Windhager, Springer Herausgeber und ICMCI Chairman Robert Bodenstein, xrxes Geschäftsführerin Ulrike Schmidt und xrxes-Principal Consultant Norbert Weidinger sowie die Anwälte Martin Stadlmann und Max Maximilian von MS Legal.

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Frauenquote ist maximal eine Krücke https://www.ifwk.net/frauenquote-ist-maximal-eine-kruecke/ Mon, 27 Sep 2021 08:02:03 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1214 Mangel an weiblichen Führungskräften wird durch unzureichende Finanzausbildung und gesellschaftliche Erwartungen verschuldet – Frauenquote ist nur Tropfen auf dem heißen Stein

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Mangel an weiblichen Führungskräften wird durch unzureichende Finanzausbildung und gesellschaftliche Erwartungen verschuldet – Frauenquote ist nur Tropfen auf dem heißen Stein

Drei Jahre nach der Einführung der gesetzlichen Quotenregelung ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten zwar gestiegen, der Trend setzt sich aber nicht bis ins mittlere Management fort. Nach wie vor werden C-Level-Jobs häufiger männlich als weiblich besetzt. Doch woran liegt das? Und haben Pandemie und Homeoffice zu einem gesellschaftlichen Umdenken beigetragen? Lösungsansätze und eigene Erfahrungen im Recruiting diskutierte dieser Tage ein hochkarätiges Panel des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) auf Einladung von Henkel CEE im Wiener Figurentheater Lilarum.

Unter dem Titel „Frauenquote im Management – unternehmerische Freiheit versus Gleichstellung“ diskutierten Expertinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien die aktuelle Lage von weiblichen Führungskräften in der heimischen Industrie. Gabriele Schallegger, Managing Director, Divisional Controlling Board & Paper bei Mayr-Melnhof Karton, steht der verpflichtenden Frauenquote kritisch gegenüber: “Ich bin gegen jegliche Art der Diskriminierung, auch der positiven. Am Ende des Tages soll doch keine Quote erreicht werden, sondern, dass das Optimum für das Unternehmen erreicht wird, von der am meisten qualifizierten Person – egal, ob Mann oder Frau.” Nora Lawender, CEO von NTT Ltd. in Österreich, pflichtete dem nur bedingt bei: „Natürlich soll jene Person den Job bekommen, die dafür am besten geeignet ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine Quotenregelung notwendig ist, sonst ändert sich nie etwas. Die Quote ermutigt Frauen vielleicht dazu, sich für Führungspositionen zu bewerben, auch wenn sie die Anforderungen vielleicht nicht zu hundert Prozent erfüllen.“

Genau hier liege auch das gröbste Problem begraben, sagte Ingrid-Mylena Kösten, Politologin, Coach und Gründerin des Netzwerkes womanSuccess: „Frauen haben immer noch das Gefühl, sie müssen dreimal so gut sein, wie ihre männlichen Kollegen, um überhaupt für eine Stelle infrage zu kommen. Daher reihen sie lieber Studium an Studium, anstatt sich einfach auf die Stelle zu bewerben. Neben den strukturellen Barrieren sind es die eigenen Hemmschwellen der Frauen selber.. Die Quotenregelung ist bei der Problematik maximal eine Krücke, die im mittleren Management noch gar nicht angekommen ist.“

Ziel müssen diverse Teams sein

Marlene Hölsken, Head of R&D Operations CEE Countries & Regulatory Affairs, Laundry & Home Care bei Henkel, verortete die Thematik auf einer anderen Ebene: “Die Diskussion muss über klassische Geschlechterrollen hinausgehen. Es sollte für jedes Unternehmen Ziel sein, möglichst diverse Teams zu haben, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft usw. Denn, auch wenn es uns aus unserer Komfortzone herauszwingt, dürfen wir unsere Teams nicht mit jenen besetzen, die uns am ähnlichsten sind. Es ist dringend an der Zeit, andere Denk- und Lösungsansätze zuzulassen, nur dann profitiert das Unternehmen wirklich.“

Gesellschaftspolitisches Umdenken statt Quotenregelung

Die Diskutantinnen waren sich vor allem in einem Punkt einig: Familiengründung und Kinderbetreuung sind in Österreich nach wie vor bei den Frauen verortet. Gerade Wiedereinsteigerinnen tappen dann oft in die Teilzeitfalle. Lawender: „Bei internationalen Konzernen und großen Unternehmen gibt es andere Möglichkeiten als Teilzeit. Wenn uns die Pandemie etwas gelernt hat, dann, dass hybride Arbeitsmodelle möglich und auch wünschenswert sind. Und es muss klar sein, dass Frauen UND Männer in Führungspositionen in Karenz gehen und wieder zurückkommen können. Bei NTT brauchen wir keine Quotenregelung, um eine faire Arbeitsumgebung zu schaffen, aber scheinbar ist das bei anderen Unternehmen notwendig. Es kann nicht sein, dass sich Frauen immer noch rechtfertigen müssen, wenn sie nicht zu Hause bei den Kindern bleiben.“

Nana Siebert, Moderatorin des Abends und stellvertretende Chefredakteurin der Tageszeitung „Der Standard“ stellte fest: „Bei jeder Diskussion zum Thema Frauenquote landet man unausweichlich beim Thema Kinder.“ Gabriele Schallegger: „Es ist in Österreich leider immer noch so, dass viele Frauen durch die Familienplanung vom Arbeitsmarkt verschwinden. In Norwegen lebt man zum Beispiel Vollzeitbeschäftigung für Mutter und Vater, indem man Kinderbetreuung kostengünstig und für alle zugänglich macht.“ Im DACH-Raum sei man hier noch lange nicht so weit. Ingrid-Mylena Kösten: „Strukturen, die gegen Frauen sind, sind aus der Steinzeit und müssen aufgebrochen werden.“

Es hakt an der Finanzbildung

Doch wie kann dieser Umbruch gelingen ohne eine gesetzlich vorgeschriebene Quotenregelung? Siebert: „Bei Frauen hakt es oft an der Finanzbildung und in den Schulen wird zu wenig Wirtschaftserziehung betrieben, hier gibt es ein großes Leck.“ Gabriele Schallegger stimmte dem zu: „Wir sehen, wie wichtig Finanzworkshops für Jugendliche sind. Ich engagiere mich als externe Vortragende in den Lehranstalten unterwegs und merke deutlich, dass die jungen Frauen ganz klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft haben. Es braucht jetzt Role Models wie uns, die ihnen zeigen, dass sie alles erreichen können.“

Marlene Hölsken sieht vor allem für Frauen, die sich für eine naturwissenschaftliche oder technische Karriere entscheiden, noch zu viele Hürden: „Frauen, die aus den Naturwissenschaften kommen, müssen nicht nur die generelle Hürde nehmen, einen technischen Weg einzuschlagen, der leider oft noch den männlichen Kollegen zugeschrieben wird. Sie müssen dann auch noch den Sprung von der Expertenkarriere in eine Führungsposition schaffen und hier ist es eben wichtig, eine gute betriebswirtschaftliche Ausbildung zu haben.“

Laut Schallegger aber dennoch eine Veränderung in der Arbeitswelt bemerkbar: „Ich sehe sehr wohl, dass viele Führungspositionen mittlerweile weiblich besetzt werden. Frauen müssen nur lernen, ihre eigene Karriere wie die Gründung eines Unternehmens zu sehen: Ein gewisses kalkulierbares Risiko musst du eingehen! Und du musst nicht sofort 100 Prozent aller Anforderungen erfüllen, die letzten Prozente kann Mann und Frau mit Training on the Job wettmachen.“

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VIDEO: Executive Breakfast – The Future of Management https://www.ifwk.net/video-executive-breakfast-the-future-of-management/ Mon, 29 Oct 2018 15:24:44 +0000 http://www.ifwk.net/?p=557 Am 29. und 30. November wird Wien zum „Davos des Managements“. Das 10. Global Peter Drucker Forum, eine Art Welt-Management-Forum, wird sich dem Thema: „management....

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Am 29. und 30. November wird Wien zum „Davos des Managements“. Das 10. Global Peter Drucker Forum, eine Art Welt-Management-Forum, wird sich dem Thema: „management. the human dimension“ widmen und Vortragende aus aller Welt nach Österreich ziehen. Der Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation, Rudolf J. Melzer, nahm dies zum Anlass für eine Vorveranstaltung in Kooperation mit dem Global Peter Drucker Forum, HP und AgileExperts, um mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft im Presseclub Concordia über die Zukunft des Managements zu diskutieren.

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Zukunft des Managements: Wo bleibt der Faktor Mensch? https://www.ifwk.net/zukunft-des-managements-wo-bleibt-der-faktor-mensch/ Thu, 18 Oct 2018 10:09:50 +0000 http://www.ifwk.net/?p=518 Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation lud zum Diskurs über Fähigkeiten von Führungskräften in Zeiten der Digitalisierung Am 29. und 30. November wird Wien zum „Davos des...

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Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation lud zum Diskurs über Fähigkeiten von Führungskräften in Zeiten der Digitalisierung

Am 29. und 30. November wird Wien zum „Davos des Managements“. Das 10. Global Peter Drucker Forum, eine Art Welt-Management-Forum, wird sich dem Thema: „management. the human dimension“ widmen und Vortragende aus aller Welt nach Österreich ziehen. Der Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation, Rudolf J. Melzer, nahm dies zum Anlass für eine Vorveranstaltung in Kooperation mit dem Global Peter Drucker Forum, HP und AgileExperts, um mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft im Presseclub Concordia über die Zukunft des Managements zu diskutieren.

Welche Fähigkeiten brauchen Führungskräfte bereits heute, um Technologie und menschliches Potenzial so weiterzuentwickeln und einzusetzen, dass gesellschaftlich erwünschte Zwecke erfüllt werden? – Der zentralen Frage, dass Management als Disziplin im Hinblick auf Kompetenzen der Mitarbeiter, Methoden, Technologie-Unterstützung und Innovation weiterentwickelt werden muss, ging Isabella Mader, Executive Advisor des Global Peter Drucker Forums, in ihrem Eingangsstatement nach.  „Wir glauben, dass Digitalisierung und führende Technologie allein keine Garanten für Erfolg und eine wünschenswerte gesellschaftliche Entwicklung sein müssen. Deshalb führen wir die Diskussion über die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft, über die Weiterentwicklung der Management-Praxis und damit den Faktor Mensch.“

Michaela Novak-Chaid, CEO von HP Austria, betonte, dass die entscheidende Frage für ein Unternehmen sein muss, wie das Unternehmen attraktiv für die neuen Mitarbeitergenerationen sein kann. Dazu gäbe es bereits vielfältigste Thesen diverser Management Ratgeber: „Die Werte des Unternehmens spielen nach wie vor eine große Rolle: HP lebt schon immer eine Kultur aus Wertschätzung, Vertrauen sowie Collaboration und ist damit seit Jahrzehnten Trendsetter. Und da flache Hierarchien glaubhafter in offenen Büroumgebungen gelebt und Teamwork über Grenzen hinweg mit modernen Kollaborationstools effizient gestaltet werden kann, geht es nicht um eine akademische Denksportaufgabe. Es geht darum, die Prinzipien täglich zu leben.“

Kultur des Scheiterns als Voraussetzung für Innovation

Die Digitalisierung prägt mittlerweile den Alltag in Unternehmen. Wie gelingt es also dem Management, neue Technologien und soziale Faktoren bestmöglich einzusetzen und weiterzuentwickeln? Nana Siebert, stellvertretende Chefredakteurin der Tageszeitung Der Standard, ist überzeugt, dass digitale Transformation einen großen Einfluss auf tägliche Prozesse im Unternehmen hat: „Die Digitalisierung ändert die Taktung in Unternehmen enorm: große, nur langsam umzusetzende Transformationsprojekte weichen kleinen, schnellen Experimenten, bei denen Scheitern in die Kalkulation einbezogen werden kann.“ Eine positive Kultur des Scheiterns sei ohnehin sehr wichtig für moderne Unternehmen, denn nur so könne das Engagement der Mitarbeiter weiter gesteigert werden, so Siebert weiter: „Wenn Fehler keine Schuldzuweisungen nach sich ziehen, sondern als Lernerfahrung genutzt werden, sind Mitarbeiter engagierter. Und mehr Engagement ist die entscheidende Voraussetzung für Innovation.“

Georg Kopetz, Mitgründer und Vorstand von TTTech, sieht die Herausforderungen ans Management ähnlich wie Mader: „Als moderne Manager müssen wir uns Zeit nehmen über das Wesentliche nachzudenken. Ein Manager wird dafür bezahlt, dass er die großen Fragen seines Unternehmens sauber durchdenkt.“ Gerade im Zeitalter des digitalen Überflusses solle sich die Führungsebene an diese wesentlichen Qualitäten guten Managements viel öfter erinnern.

Digitalisierung als Nährboden für mehr Autonomie, Initiative und Kooperation

Dass Digitalisierung von allen Unternehmen viel mehr als Chance zur Weiterentwicklung guten Managements gesehen werden muss, betonte auch  der CEO von Hutchison Drei Austria, Jan Trionow: „Digitalisierung schafft mehr Chancen, mehr Wettbewerb, aber auch mehr Komplexität. Um in diesem Umfeld weiter wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen sich Organisationen transformieren, hin zu mehr Kundennähe, Agilität und Nutzung neuester Technologien. Dazu braucht es auch ein Umdenken im Management, das Autonomie, Initiative und Kooperation ins Zentrum rückt.“

In dieser Agilität sieht  Mike Leber, Gründer der Agile Experts, die weltweit namhafte Kunden bei komplexen Transformationsprogrammen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Business Agility Kompetenzen begleiten, eine große Chance für Unternehmen um in der digitalen Transformation bestehen zu können:  „Mittlerweile ist wohl unumstritten, dass wir uns bezüglich unserer Gesellschaft und Arbeitswelt in einem Paradigmenwechsel befinden. Dies bedeutet, dass die Faktoren Ungewissheit, Disruption und damit Komplexität zum Alltag unseres wirtschaftlichen Handelns gehören. Die Antwort darauf sind agile Organisationen und durchgängig agile Formen der Kollaboration. Das sind Unternehmen mit der Kompetenz eines ausgeprägten Sensoriums für Optionen, Entscheidungen unter hoher Unsicherheit und dramatisch beschleunigtem Lernen. Dies stellt Führung und bislang bewährte Management-Techniken auf den Prüfstand. Es ist Zeit die Zukunft des Managements zu gestalten.“

Der Faktor Mensch im Management und dessen Agilität beschäftigt Führungskräfte aller Branchen ebenso, wie Unternehmensberater und Consultants. Das zeigte sich auch in der anschließenden Diskussion. Am regen Austausch beteiligten sich unter anderem Bernd Bugelnig, CEO von Capgemini in Österreich, Johannes Riha, Geschäftsführer von GGW Gruber, Christine Perkonigg von der Donauuniversität Krems, Rainer Walter, Geschäftsführer von Pörner Anlagenbau, Kai von Buddenbrock, Geschäftsführer von Bossard in Österreich, Philipp Graf, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Graf-Dessoulemoustier, Marion Pelzel, Esteé Lauder-Brand Managerin, Michaela Ernst, designierte Chefredakteurin von „sheconomy“, und viele mehr.

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Neue Konkurrenten – andere Regeln! https://www.ifwk.net/neue-konkurrenten-andere-regeln/ Wed, 06 Sep 2017 09:20:13 +0000 http://www.ifwk.net/?p=47 Sorgten für eine interessante Diskussion in den Räumlichkeiten von Amrop Jenewein (v.l.n.r.): IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer, Dr. Valerie Höllinger, Geschäftsführerin BFI Wien, Klaus Schmid, CEO...

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Sorgten für eine interessante Diskussion in den Räumlichkeiten von Amrop Jenewein (v.l.n.r.): IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer, Dr. Valerie Höllinger, Geschäftsführerin BFI Wien, Klaus Schmid, CEO NTT DATA Österreich und Gastgeber Günther Tengel, Geschäftsführer Amrop Jenewein.

IFWK-Executive-Einladung bei Amrop Jenewein:

Arbeitsmarkt und Wirtschaftskommunikation stehen vor einem großen Generationenkonflikt mit tiefgreifenden Veränderungen für Politik und Wirtschaft

„Leadership“ versus „Management“ oder „Wer soll das noch führen?“ – Diese Frage werden sich Wirtschaft und die Politik in den nächsten Jahren stellen müssen. Denn es kommt eine enorme Transformation auf uns zu, und diese kommt nicht Zug um Zug: Die heutige Jugend hat eine völlig andere Denkweise, als die jetzige Generation der Unternehmensführer. „Für die Wirtschaft steht mit diesem Generationenwechsel eine immense Veränderung ins Haus“, betonte der Geschäftsführer des global tätigen Personalberatungsunternehmens Amrop Jenewein, Günther Tengel, im Rahmen einer Executive-Veranstaltung des Internationalen Forums für Wirtschaftkommunikation (IFWK) in Wien. IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer ergänzte, dass sich sowohl die interne als auch die externe Unternehmenskommunikation raschest auf diese Entwicklungen einstellen müssen, ohne jedoch auf jeden Hype aufzuspringen und Verunsicherung zu stiften: „Sensibilität ist gefragter denn je.“

„Bis 2020 zeichnen sich viele Trends ab, die unseren Führungsstil massiv beeinflussen werden“, konstatiert Tengel. „Die Bereiche Arbeit und Freizeit werden zum Beispiel in Zukunft völlig neu definiert“, so Tengel weiter. „Es wird zwei unterschiedliche Lager geben – die einen werden Work und Life völlig trennen, die anderen leben unter dem Motto ‚work is life‘“. Neue Arbeitsformen schwappen von den wirtschaftlich immer stärker werdenden Schwellenländern zu uns nach Europa und in die USA. Immer kürzer werdende Arbeitszeiten in Europa stehen deutlich längeren Arbeitszeiten in Asien gegenüber. „Wir sehen eine Trendwende: europäische und amerikanische High Potentials stehen nun aggressiven Mitbewerbern aus China, Indien usw. gegenüber. Migration und Einwanderungspolitik wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor.“

Reicht es noch, nur zu „managen“?

Wohin soll das alles noch führen bzw. wer soll das noch führen? Sind es nicht genau die heutigen Führungskräfte, die den Wandel herbeiführen müssen?

„Führung und Führungskultur zu verändern ist eine der schwierigsten Aufgaben“, erklärt Günther Tengel. „Jene, die im System groß geworden sind, werden es nur ungern verändern.“ Es komme jetzt darauf an, moderne Führungskulturen zu etablieren. „Echte Führung braucht soziale Kompetenz, Empathie und Reflexion. Führung per se wird zu wenig wertgeschätzt. Wichtig ist nur, dass die Zahlen stimmen, dabei geht viel verloren.“

Die großen Game Changer

Laut Tengel müsse sich die heutige Führungsriege mit einigen „Game Changern“ auseinandersetzen: „Die immer stärker werdende Konkurrenz aus den Schwellenländern. Waren 1990 nur fünf Prozent der Fortune 500 Unternehmen aus Schwellenländern, so werden es 2025 45 Prozent sein.“ Weiters wird die Digitalisierung immer größeren Einfluss auf unser tägliches (Arbeits-)Leben haben und die damit aufwachsende Jugend hat eine komplett andere Arbeitsmoral. „Das Denken und Handeln verändert sich immer schneller. Die einzige Frage, die sich mir stellt ist: evolutionär oder revolutionär?“

An der von Rudolf J. Melzer moderierten Diskussion beteiligten sich unter anderem der CEO von NTT DATA Österreich, Klaus Schmid, der Geschäftsführer von Bossard Österreich, Kai von Buddenbrock, die Geschäftsführerin des BFI, Valerie Höllinger, der Geschäftsführer von Fraunhofer Austria Research, Wilfried Sihn, adesso-Konsulent Walter Weihs, Corporate Advisor Bettina Gneisz-Al-Ani, der Kommunikationschef von Henkel CEE, Michael Sgiarovello, Mercedes-Wiesenthal-Geschäftsführer Martin Bartmann sowie der Head of Produkt Industries Sector bei Capgemini Österreich, Michael Danninger.

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