Wirtschaftskommunikation Archive » IFWK https://www.ifwk.net/tag/wirtschaftskommunikation/ Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation Thu, 07 May 2026 14:47:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 https://www.ifwk.net/wp-content/uploads/2017/12/fb-logo-150x150.jpg Wirtschaftskommunikation Archive » IFWK https://www.ifwk.net/tag/wirtschaftskommunikation/ 32 32 Rezept für Auslandskarrieren: Flexibilität, Humor und Mut zur Lücke https://www.ifwk.net/rezept-fuer-auslandskarrieren-flexibilitaet-humor-und-mut-zur-luecke/ Thu, 07 May 2026 14:27:08 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2324 Das IFWK untersuchte die Erfolgsfaktoren für internationale Karrieren. Der eigene Auslandsaufenthalt
ist dafür nicht unbedingt Voraussetzung, Fingerspitzengefühl aber sehr wohl.

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Das IFWK untersuchte die Erfolgsfaktoren für internationale Karrieren. Der eigene Auslandsaufenthalt
ist dafür nicht unbedingt Voraussetzung, Fingerspitzengefühl aber sehr wohl.

Wien, 6. Mai 2026, IFWK. – Internationale Karrieren haben große Bedeutung in einem stark auf den Außenhandel fokussierten Land wie Österreich, gerade auch in Zeiten massiver geopolitischer Veränderungen. Ob man dafür ins Ausland geht oder aus Österreich Verantwortung für Organisationen in anderen Ländern übernimmt: Viele Anforderungen sind allen grenzüberschreitenden Berufskarrieren gemeinsam. In jedem Fall mitzubringen sind Neugier und Flexibilität, lautet eine Erkenntnis aus einem Expertengespräch zum Thema „Internationale Karrieren und Einfluss“, zu dem der Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK), Rudolf J. Melzer, kürzlich in Wien einlud. Auch der Humor darf dabei nicht zu kurz kommen.

Offenheit und Neugier sind wesentliche Voraussetzungen für eine internationale Laufbahn. Darüber hinaus brauche es aber auch noch Konfliktfähigkeit – und die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen, sagt Roman Oberauer. Er ist Executive Partner Manager bei Huawei Austria und war davor als Österreich-Geschäftsführer des japanischen Konzerns NTT Ltd tätig. Aus seiner Sicht unentbehrlich sei „auch Mut zur Lücke, denn man weiß nicht immer alles“.

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist für die Henkel-Managerin Marlene Hoelsken die Fähigkeit, auch unter Beschäftigten an mehreren Standorten ein Gefühl der Zugehörigkeit zu erzeugen. „Das muss man als Teamleiter sehr aktiv betreiben, etwa durch coffee chats oder persönliche Gespräche“, die etwa mit Videoschaltungen auch über große Distanzen hinweg geführt werden könnten. Hoelsken ist Head of R&D EU Country Amplification & PSRA bei Henkel Consumer Brands.

Anita Gradwohl von der auf Luxusinterieur spezialisierten und weltweit tätigen Firma F/List unterstreicht die große Bedeutung von Flexibilität für internationale Führungspositionen. Das gilt nicht nur für die Person selbst, auch das private Umfeld müsse mitspielen. „Familienfeiern richten sich nach Dienstreisen“, sagt Gradwohl. Sie betreut seit 20 Jahren Kunden in aller Welt, vor allem in Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten. Das Portfolio der F/List Group umfasst luxuriöse Innenausstattungslösungen für Geschäfts- und Privatjets, die kommerzielle Luftfahrt sowie exklusive Wohnresidenzen.

Nicht zu vergessen sei die Rolle des Humors, ergänzt Christoph Strnadl, der technische Leiter (CTO) der europäischen Dateninfrastruktur-Initiative Gaia-X, der davor für einen großen deutschen Software-Konzern tätig war. Das umfasse im besten Fall eine gewisse Fehlertoleranz – auch sich selbst gegenüber, sagt Strnadl, „also die Bereitschaft über sich selbst zu lachen“. Humor könne ein Mittel sein, Spannungen abzubauen und einen gemeinsamen Teamgeist herzustellen. Dazu brauche es aber auch viel Feingefühl, denn nicht alle Kulturen hätten denselben Humor.

Gute Kontakte als Sprungbrett

Eine internationale Tätigkeit allein ist freilich noch kein Garant für eine internationale Karriere. Um sie zum Sprungbrett für die weitere Laufbahn werden zu lassen, seien vor allem gute Kontakte nötig, also ein gut gepflegtes berufliches Netzwerk, unterstreicht Julia Högendörfer. Sie blickt auf neun Jahre Marketing für IBM und Mercer in Dubai zurück. Heute verantwortet sie die Bereiche Digitale Transformation und E-Commerce bei Sport 2000. Eine besondere Herausforderung sei das Aufrechterhalten solcher Kontakte über Ländergrenzen hinweg, ergänzt Henkel-Managerin Hoelsken. Die Beteiligung an internationalen Projekten sei eine Methode, um im Konzern sichtbar zu bleiben.

Welche Rolle kommt Österreich bei internationalen Karrieren zu – als Herkunftsland oder auch als Zielland für ausländische Führungskräfte, will Moderator Michael Köttritsch von der Karriere-Redaktion der „Presse“ wissen. Die Teilnehmer am Talk empfinden die Herkunft aus Österreich mehrheitlich als Vorteil, das Land werde international als strukturiert und organisiert wahrgenommen. Als kleineres Land sei man zudem nicht so exponiert wie etwa Frankreich oder Deutschland.

Die Rolle als Zielland wird differenziert gesehen. Außerhalb der Großstadt Wien könne es schon schwierig werden, geeignetes internationales Top-Personal zu finden. Mitunter auch in Wien selbst, auch wenn die Hauptstadt in internationalen Rankings regelmäßig zu einer der lebenswertesten Städte weltweit gekürt wird.

Achtung vor Wertekolonialismus

Für eine erfolgreiche internationale Karriere sei letztlich eine Vielzahl unternehmerischer wie auch menschlicher Fähigkeiten erforderlich, ist man sich am Podium einig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in anderen Ländern müssten das Gefühl haben, dass sie wahrgenommen und wertgeschätzt würden. Nicht zuletzt erfordere der Umgang mit unterschiedlichen Kulturen viel Fingerspitzengefühl, damit es nicht zu einem „Wertekolonialismus“ komme.

Zu weiteren Aspekten rund um Träume und Realitäten internationaler Karrieren diskutierten in der Henkel-CEE-Zentrale in Wien des Weiteren: Martha Salaquarda von VERBUND Energy 4 Business, die Wirtschaftsanwältin Stefanie Lugger, Sheconomy Co-Founderin Michaela Ernst, IMAVIDA-Geschäftsführer Stefan Siegl, Henkel-CEE-Kommunikationschef Michael Sgiarovello sowie Unternehmensberater Robert Bodenstein und der Geschäftsführer des Sightseeing-Busunternehmens Big Bus, Reinhard Grubhofer.

Rückfragehinweis:
Rudolf J. Melzer, +43 69913225460,
r.melzer@melzer-pr.com

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„Persönliche Kontakte besser als LinkedIn“ https://www.ifwk.net/persoenliche-kontakte-besser-als-linkedin/ Thu, 16 Apr 2026 12:04:47 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2295 Unabhängige Dialog- und Netzwerkplattform IFWK erweiterte Mitgliederkreis

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Unabhängige Dialog- und Netzwerkplattform IFWK erweiterte Mitgliederkreis

Wien, 7. April 2026, IFWK. – Mit der international tätigen Wirtschaftsanwältin, Stefanie Lugger, dem Huawei Executive Partner Manager, Roman Oberauer, sowie dem Experten für Kreislaufwirtschaft, Roman Kutter, erweiterte dieser Tage das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (www.ifwk.net ) seinen Mitgliederkreis. „Die persönlichen Kontakte hier im IFWK sind besser als LinkedIn“, sind sich die drei Neo-Mitglieder einig und bestätigen damit den Gründungsgedanken von Rudolf J. Melzer für diese politisch unabhängige Dialog- und Netzwerkplattform. Dieser betont: „Bereits vor dem Social-Media- und KI-Hype war mir klar, dass qualitätvoller persönlicher Austausch zwischen Menschen nicht durch Online-Chats und Infos aus dem Netz komplett ersetzt werden kann.“  

Anwältin Stefanie Lugger ergänzt einen weiteren Gründungsgedanken: „Mir ist wichtig, aus der eigenen Bubble heraustreten und für ein paar Stunden in andere Bereiche eintauchen zu können. Diese Möglichkeit geben mir die vielfältigen Themen-Abende.“

„Unternehmen versuchen natürlich immer, möglichst gut zu wirtschaften. Sie vergessen nur leider allzu oft auf die Kommunikation darüber“, verweist Huawei Executive Partner Manager Roman Oberauer darauf, dass das IFWK eine optimale Plattform dafür bietet, die mediale Sichtbarkeit von Personen, Firmen und Organisationen zu erhöhen.

Roman Kutter, Experte für Kreislaufwirtschaft beim Recycling-Broker IMAVIDA betont die Bedeutung des Netzwerks: „Neben dem wertvollen Austausch ist es eine gute Möglichkeit, um das Thema Nachhaltigkeit, speziell im Bereich rund um Verpackungen und den neuen gesetzlichen Vorgaben greifbar zu machen und in der Wirtschaft, aber auch bei den Medien zu schärfen“.

Über IFWK

Mit innovativen Veranstaltungen zu aktuellen Themen und Top-Speakern wie Ex-Cameron-Berater Michael Hayman, Wolfgang Hetzer vom Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), Infineon-CEO Monika Kircher, Albert Lidauer, Senior Vice President bei Magna (davor Vorstand General Motors Australia/Asia und Vorstand Ford of Europe), Gertrude Tumpel-Gugerell, Europäische Zentralbank, BIG- sowie Erste Group Aufsichtsrätin Christine Catasta, Agenda-Austria-Leiter Franz Schellhorn, Fraunhofer-Chef Wilfried Sihn, Prof. Gabriel Felbermayr, sowohl als Präsident des IfW Kiel und als WIFO-Chef, den Chef der Wiener und Prager Börse, Christoph Boschan, oder der Auto-Legende Charles Morgan, setzte das IFWK seit seiner Gründung im Jahr 2009 zahlreiche Impulse im öffentlichen Diskurs. Themen wie die kriminellen Seiten der Wirtschaft, Korruption, Datensicherheit/Cybercrime, Kryptowährungen, Brexit, DSGVO, ESG, NIS2, Fake-News, ChatGPT und andere KI-Anwendungen im Medienbereich oder die „Mobilität der Zukunft“ nahm das Forum schon frühzeitig auf seine Agenda.

Seit 2009 kamen mehr als 190 Wissenschaftler, Manager, aber auch Sportler und Rechtsanwälte zu Wort. Von wirtschaftsjournalistischer Seite traten unter anderem im IFWK auf: Susanne Glass (ARD), Ex-RTL-Chef Hans Mahr, Barbara Steininger (trend), Sandra Baierl (Kurier), Eva Pfisterer, Astrid Petermann und Barbara Battisti vom ORF, Josef Urschitz, Madlen Stottmeyer, Michael Köttritsch (Die Presse), Renate Graber und Nana Siebert vom „Standard“, Hans-Peter Siebenhaar (Handelsblatt, Focus Money) oder Ex-BBC-Redakteur Michael Cole.

Gegründet wurde das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) im Herbst 2009 von Rudolf J. Melzer gemeinsam mit Meinungsbildnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien (https://www.ifwk.net/ueber-uns/gruendungsmitglieder/). Die erste öffentliche Veranstaltung fand im Februar 2010 in der Oesterreichischen Nationalbank zum Thema „Kriminelle Seiten der Wirtschaft“ statt. Das Forum versteht sich als politisch unabhängige Wissens- und Dialogplattform für Opinionleader aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Zu den Zielen gehört es unter anderem, neue Denkansätze und Hintergrundinformationen zu wirtschaftsrelevanten Themen zu erörtern und kommunizieren.

Weitere Informationen unter www.ifwk.net

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IFWK Report 2025: Jetzt verfügbar! https://www.ifwk.net/ifwk-report-2025-jetzt-verfuegbar/ Wed, 14 Jan 2026 12:33:28 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2270 Das vergangene IFWK-Jahr war geprägt durch inspirierende Veranstaltungen, spannende Diskussionen und herzliche Begegnungen. Mit großer Freude präsentieren wir Ihnen den IFWK-Jahresrückblick 2025, den Sie hier herunterladen...

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Das vergangene IFWK-Jahr war geprägt durch inspirierende Veranstaltungen, spannende Diskussionen und herzliche Begegnungen.

Mit großer Freude präsentieren wir Ihnen den IFWK-Jahresrückblick 2025, den Sie hier herunterladen können: IFWK Jahresrückblick 2025

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Der Hut brennt in Österreichs Wirtschaft https://www.ifwk.net/der-hut-brennt-in-oesterreichs-wirtschaft/ Mon, 24 Nov 2025 09:08:51 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2256 Fehlt die strategische Abstimmung zwischen Finanz- und IT-Bereich, stocken Digitalisierung, Innovation und Investitionen und das Land fällt weiter zurück Wien, 24. Nov. 2025. – Ein...

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Fehlt die strategische Abstimmung zwischen Finanz- und IT-Bereich, stocken Digitalisierung, Innovation und Investitionen und das Land fällt weiter zurück

Wien, 24. Nov. 2025. – Ein Thema, das Österreichs Innovationskraft und viele Unternehmen hemmt und im internationalen Vergleich zurückfallen lässt, ist in Wahrheit ein Kommunikationsproblem: Nämlich die Schwierigkeiten im Verständnis zwischen den Finanz- und IT-Verantwortlichen. Dieser seit Jahrzehnten bekannten Problematik nahm sich das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation an. IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer lud sowohl CFOs sowie Finanzexperten als auch CIOs und IT-Experten zum Dialog, denn „Der Hut brennt in Österreichs Wirtschaft.“

v.l. Peter Lieber, Roman Oberauer, Isabella Mader, Nora Lawender, Thomas Zapf, Rudolf J. Melzer®vogus
v.l. Peter Lieber, Roman Oberauer, Isabella Mader, Nora Lawender, Thomas Zapf, Rudolf J. Melzer ®vogus; Abdruck honorarfrei

Die Vorständin von Excellence Research, Isabella Mader, zitierte in ihrer Funktion als IFWK-Vizepräsidentin eine globale Gartner-Studie, wonach 70 Prozent der CIOs und CFOs mit ihrer beruflichen Beziehung unzufrieden sind; und das bereits seit über 45 Jahren. Frei nach Conchita stellte sie die Frage in den Raum: „Was dauert da eigentlich so lange?“

ÖGV-Präsident und Softwareunternehmer Peter Lieber schnitt das Grundproblem scharf an: „Ich tue mir schwer mit dem Begriff IT, weil IT für mich bedeutet, dass die Leute Softwareinnovation eigentlich per Definition verhindern müssen“, sagte er. Die IT müsse „beschützen, bewahren und verhindern, dass Bedrohungen hereinkommen“, während neue Software „per se ein Risiko“ sei. Innovation und Sicherheit stünden damit systemisch im Konflikt. Lieber forderte dafür bewusst getrennte Teams: jene für stabile, geschützte Infrastruktur und jene für Innovation.

Für eine bessere Verständigung brauche es eine klare gemeinsame Basis: „Wir müssen wissen, wofür wir überhaupt investieren“, betonte Lieber. Dazu gehöre ein sauberes Unternehmensarchitektur-Management, das in vielen Industriebetrieben noch völlig fehle. Nur wenn Business, IT und Finanz ein gemeinsames Verständnis ihrer Wertschöpfung hätten, könne man Entscheidungen jenseits persönlicher Vorlieben treffen.

Verbund Digital Power Geschäftsführer Thomas Zapf ergänzte, dass IT-Abteilungen traditionell zu sehr von Herstellern getrieben seien. „Wir haben, um das Business-Verständnis zu stärken eine Abteilung Business-Engagement eingeführt, damit wir wirklich erkennen, was einen Mehrwert bringt.“ Für ihn ist Kommunikation dabei direkt an Empathie gebunden. „Wir in der Technik müssen lernen, besser zuzuhören und die Anforderungen des Geschäfts zu erkennen und nicht nur technisch umzusetzen.“

T-Systems CFO Nora Lawender hob die Perspektive der Finanz hervor: Kurzfristige Kostenzwänge führten oft dazu, aus reinem Budgetdruck mit großen, internationalen Cloudanbietern zu gehen, selbst wenn langfristig europäische Alternativen sinnvoller wären. „Am Ende weiß niemand, wie die Kostenentwicklung sein wird – Zölle, geopolitische Risiken, selektiv eingestellte Services internationaler Hyperscaler usw.“ Da brauche es vor allem Transparenz zwischen IT und Finanz und ein gemeinsames Verständnis, was kurzfristig nötig und langfristig sinnvoll sei.

Hypes und Trends: Zwischen Effizienz und Innovation
Der Automatisierungs- und Transformations-Experte Roman Oberauer brachte dazu eine klare Struktur ins Spiel: Hypes und Trends sind seiner Meinung nach zu trennen. „Ein Hype ist etwas Taktisches, auf das ich reagiere. Ein Trend ist strategisch.“ KI sei für ihn „nach wie vor in der Hype-Phase“, während Industrie-4.0-Versprechen wie Automatisierung und Datenprodukte langfristig belastbare Trends seien. Unternehmen müssten sich bei Investitionen an den Trends orientieren und die Risiken so strukturieren, dass sie für die Finanzabteilung bewertbar werden. „Ich kann als CIO nicht garantieren, dass ein Dreijahresplan aufgeht, aber ich kann sagen, ob wir in den ersten drei Monaten auf dem richtigen Weg sind.“ Isabella Mader pflichtet dem bei und betonte: „Das moderne Paradigma von IT-Strategie etabliert Informationstechnologie nicht nur als reinen Kostenfaktor, sondern als strategische Investition.“

Nora Lawender bestätigte diese Notwendigkeit von Agilität und Flexibilität. „Wir müssen schnell reagieren, Geschäftsmodelle anpassen und in kleinen Schritten automatisieren.“ Gerade bei überlasteten Teams sei es wichtiger denn je, „die kleinen Dinge zu ändern, die im Alltag wirklich etwas bringen“.

Über Projektrisiken und „Melonenprojekte“
Thomas Zapf erläuterte, wie wichtig ein ehrlicher Umgang mit Projektrisiken ist. „Wir nennen das Melonenprojekte: von außen grün, innen rot.“ Diese Kultur, Fehler nicht sichtbar machen zu wollen, sei einer der größten Saboteure erfolgreicher Digitalisierungsinitiativen. Transparenz und Nachbetrachtungen gehörten daher zwingend zu jedem Projekt als fachliche und als vertrauensbildende Maßnahme.

Peter Lieber brachte es so auf den Punkt: Organisationen müssten zuerst klären, was ihre wirkliche Wertschöpfung ist. „Viele bleiben in der Vergangenheitsblase und machen Dinge weiter, weil sie sie immer schon so gemacht haben.“ Sobald klar sei, welche Fähigkeiten strategisch relevant seien, ließen sich Nachhaltigkeit, KI oder Automatisierung sinnvoll einordnen.

Ebenso wichtig – darin waren sich die Diskutanten einig – ist ein strukturiertes Risikomanagement von Unternehmen. Kleinere Pilotierungen reduzieren das Investitionsrisiko, schaffen Transparenz und ermöglichen frühzeitige Kurskorrekturen. Erfolgreiche Projekte verfügen außerdem über klare Nachbetrachtungen, in denen Ergebnisse, Abweichungen und Lernerfahrungen systematisch dokumentiert werden, um Vertrauen zwischen den Bereichen zu stärken und künftige Projekte fundierter aufzusetzen. Schließlich gelingt Transformation am besten durch die Kombination aus starken internen Teams, die das Geschäft und die Prozesse kennen, und externen Spezialisten, die Methoden, Struktur und Erfahrung aus vergleichbaren Projekten einbringen.

„Bei größeren Digitalisierungsprojekten sind CFOs als wesentlicher Bestandteil der Projektsteuerung immer stark vertreten und in vielen Fällen sogar die Projekt-Sponsoren“, weiß auch Robert Resch, Business Development Manager SCC EDV-Beratung, aus der Praxis zu berichten. Als Beispiel nennt er die SAP S/4HANA-Einführung bei der APA – Austria Presseagentur, bei der CFO Doris Pokorny eine wesentliche Schlüsselrolle gespielt hat. Er klärt auch, warum es sinnvoll ist, bei singulären Projekten externe Expertise dazu zu holen: „Sie machen eine SAP S/4HANA-Umstellung einmal, wir machen sie 15-mal pro Jahr.“

Rege Diskussion
An der Diskussion rund um steigenden Innovationsbedarf bei gleichzeitig sinkenden Budgets beteiligten sich weiters der selbstständige Finanzmarktexperte Peter Brezinschek,  Gabriele Schallegger, Senior Vice President Finance bei Wienerberger, der Head of Transformation and Process Optimization (TPO) bei der PORR AG, Reinhold Pfeifer, SCC-Vorstand Dietmar Teissl, MediNexis-Geschäftsführer Markus Gstöttner, die Geschäftsführerin des Controller Instituts, Rita Niedermayr, Marte Fjelland von RHI Magnesita sowie die CFO von Wolf Theiss, Nadja Huber. Bei Sekt von Peter Szigeti diskutierten des Weiteren: SHEconomy-Herausgeberin Michael Ernst, die Anwältin Stefanie Lugger, Stefanie Koch, Kleine Zeitung Wien, Gabriela Maria Straka von respACT, die Unternehmensberater Robert Bodenstein und Erik W. Eder, Anwalt Wilhelm Milchrahm sowie Karl Koczurek, Direktor bei der Österreichischen Beamtenversicherung.

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Finanzwissen ist keine Geheimwissenschaft https://www.ifwk.net/finanzwissen-ist-keine-geheimwissenschaft/ Wed, 17 Sep 2025 08:05:06 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2198 Wie Medien die Menschen fit für die Wirtschaftswelt machen können – und welche Rolle dabei TikTok und Instagram spielenWien, 17. Sept. 2025. – Einerseits gibt...

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Wie Medien die Menschen fit für die Wirtschaftswelt machen können – und welche Rolle dabei TikTok und Instagram spielen

Wien, 17. Sept. 2025. – Einerseits gibt es weniger Wirtschaftstitel in der Medienlandschaft, Wirtschaftsredaktionen werden „ausgedünnt“ und Wirtschaftssendungen an den „Tagesrand“ geschoben, andererseits ermöglichen Online-Medien wie z.B. Instagram, Youtube oder TikTok völlig neue Zugänge, ökonomische Zusammenhänge zu erklären: Wie steht es also tatsächlich um die Wirtschafts- und Finanzbildung in der Bevölkerung? Um diese Frage zu beantworten, lud der Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK), Rudolf J. Melzer, zu einer Podiumsdiskussion mit Erste Bank CEO Gerda Holzinger-Burgstaller, Medienberater Hans Mahr, Börsechef Christoph Boschan, ORF-Chefredakteur Johannes Bruckenberger, FACC-Pressesprecher Jakob Reichsöllner-Frischling sowie dem Präsidenten des Finanzmarketingverbandes, Erich Mayer, in das Pressezentrum der APA – Austria Presseagentur.

v.l. Rudolf J. Melzer, Jakob Reichsöllner-Frischling, Maria Scholl, Hans Mahr, Gerda Holzinger-Burgstaller, Christoph Boschan, Hans-Peter Siebenhaar, Erich Mayer, Johannes Bruckenberger (Credit: Melzer PR/Kührer; Abdruck honorarfrei)

Ob die gestiegenen Preise für Lebensmittel, die Sicherung der Pensionen oder eine Deckelung von Mieten – wirtschaftliche Themen dominieren zunehmend auch die politische Debatte. Damit steigt die Bedeutung um das Verständnis finanzieller und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Medien zu. Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (www.ifwk.net) nahm sich Anfang der Woche dieses Themas an und erörterte, wie es den Medien gelingen kann, die Lücke zwischen informierten Experten und Laien zu schließen.

Bereits heute beschäftigten sich rund ein Viertel der täglich von der Austria Presse Agentur (APA) ausgesendeten Meldungen mit Wirtschaft, Börse und Finanzen, sagte APA-Chefredakteurin Maria Scholl. Und die Bedeutung von Nachrichten über wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge werde weiter steigen, ist der Medienmanager und langjährige RTL-Chefredakteur Hans Mahr überzeugt. „Es gibt keine Politik ohne Wirtschaft“, stellte Mahr fest und verweist auf die jüngsten ORF-Sommergespräche mit heimischen Spitzenpolitikern. Wirtschaft sei oftmals eine Querschnittsmaterie, die in die unterschiedlichsten Bereiche hineinspiele.

Ein Problem sei die Tatsache, dass sich Meldungen über Wirtschaft und Finanz oftmals lediglich an einen kleinen Kreis von „Eingeweihten“ richte und somit viele Menschen ausschließe, sagte APA-Chefredakteurin Scholl. Abhilfe schaffen könnten etwa Wirtschaftsnachrichten in einfacher Sprache, mehr Hintergrundberichte oder auch spannende niederschwellige Sendungsformate wie „2 Minuten 2 Millionen“ oder „Höhle der Löwen“, wo Jungunternehmer versuchen, potenzielle Geldgeber von ihren innovativen Geschäftsideen zu überzeugen.

Mahr meinte weiter, die Wirtschaftsberichterstattung habe sich in den vergangenen fünf Jahren massiv verändert. „Der Nachrichtensender ntv bringt heute mehr wirtschaftliche Themen als Politik“. Zugleich sei es immens wichtig, die jüngere Zielgruppe der bis 30-Jährigen mit neuen sozialen Medienkanälen wie TikTok, Twitch oder Instagram abzuholen.

Leichterer Zugang durch Digitalisierung
Das Interesse an solchen Inhalten sei durchaus vorhanden. ORF-Chefredakteur Johannes Bruckenberger verwies darauf, dass Sendungen wie das TV-Wirtschaftsmagazin „Eco“ am Donnerstagabend beachtliche Einschaltquoten erreichen würden.

Keine Berührungsängste mit modernen Medien wie TikTok habe die Wiener Börse, unterstrich Börse-Chef Christoph Boschan. „Wir tun das und haben eine große Freude damit“ – trotz der 250 Jahre alten Geschichte des Hauses.

Erste-Bank-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller sieht große Fortschritte in der Digitalisierung, die leichten Zugang zu Information und Beteiligung am Finanzgeschehen ermögliche. Es gäbe aber noch deutlichen Handlungsbedarf, um Bildungslücken zu schließen. In repräsentativen Umfragen erklärten die Befragten, sich generell nicht oder nur wenig für finanzielle Themen zu interessieren. Das trifft im noch größeren Ausmaß auf Frauen als auf Männer zu. Und jeder zweite Jugendliche fühlt sich nach eigenen Angaben „nicht gut vorbereitet“ für wichtige eigene finanzielle Entscheidungen.

Wie ertragreich eine Veranlagung am Kapitalmarkt sein kann, veranschaulichte Holzinger-Burgstaller, die auch als „Spartenvertreterin Bank und Versicherung“ in der WKO tätig ist, anhand einer Studie: Demnach hätte eine Veranlagung von 1000 Euro am Sparbuch über 18 Jahre rund 300 Euro Ertrag gebracht. Bei einem Investment in Aktien hätte sich das Anfangskapital auf das Fünf- bis Siebenfache erhöht. „Wir müssen die Leute abholen weg von der Ideologie zurück zu Zahlen, Daten und Fakten.“

Auch die österreichische Industrie nutzt moderne Medien, um Informationen zu teilen und Wirtschaftswissen weiterzugeben. So hat das Luftfahrtunternehmen FACC mit seinen Headquarters in Oberösterreich eine eigene Smartphone-App („FACC Space App“) entwickelt. Damit können alle Mitarbeiter auf Knopfdruck auf aktuelle Zahlen und Entwicklungen im Unternehmen zugreifen, sagte FACC-Sprecher Jakob Reichsöllner-Frischling.

Nicht auf Schule beschränken
Finanz- und Wirtschaftsbildung dürfe sich nicht nur auf die Schule beschränken, betonte Erich Mayer, Präsident des Finanz-Marketing-Verbands Österreich (FMVÖ). Das im internationalen Vergleich geringe Wissen und Interesse erkläre sich auch aus einer grundsätzlichen Skepsis im Land, wonach Engagement in Aktien fälschlicherweise oft als spekulativ dargestellt worden sei.

Börse-Chef Boschan ergänzt, dass es auf lange Sicht keine ertragreichere Veranlagungsform als Aktien gebe. „Wenn man langfristig an das Wachstum der Wirtschaft glaubt, dann führt an Investitionen in Aktien kein Weg vorbei.“

Risikokapital fehlt
Um das Finanzwissen der Menschen sei es in Österreich gar nicht so schlecht bestellt. Was in Österreich aber gegenüber Ländern wie den USA oder Skandinavien fehle, sei das Risikokapital und die Bereitschaft, Geld in vielversprechende Projekte zu investieren. „Junge Unternehmer schauen zum Teil als erstes auf staatliche Förderungen, dabei braucht es Aktienkapital zur Innovations- und Unternehmensfinanzierung“, so Börse-CEO Christoph Boschan.

Lebhafte Diskussion
Unter der Moderation von Hans-Peter Siebenhaar, Mitglied der Chefredaktion von Focus Money, München, diskutierten im Anschluss unter anderem der Finanzmarktanalyst Peter Brezinschek, APA-CFO und IFWK-Vizepräsidentin Doris Pokorny, Martha Salaquarda von VERBUND Energie4Business,der General Manager von Bossard Aerospace, Kai von Buddenbrock, Marlene Hanschitz-Halikias von Grant Thornton, der Anwalt Wilhelm Milchrahm, Karl Koczurek von der Österreichischen Beamtenversicherung ÖBV, respACT-Vorständin Gabriela- Maria Straka, die Corporate Communications Spezialistinnen Susanna Janovsky und Waltraud Kaserer sowie der Leadership-Trainer und Transformations-Experte Roman Oberauer.

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15 Jahre IFWK – Happy Birthday! https://www.ifwk.net/15-jahr-ifwk-happy-birthday/ Tue, 18 Mar 2025 08:31:21 +0000 https://www.ifwk.net/?p=2079 Themen wie Korruption, Datensicherheit/Cybercrime, Kryptowährungen, Brexit, DSGVO, ESG, NIS2, Fake-News, ChatGPT und andere KI-Anwendungen im Medienbereich oder „Mobilität der Zukunft“ nahm das Forum schon früh auf seine Agenda.

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Mit innovativen Veranstaltungen zu aktuellen Themen und Top-Speakern wie Ex-Cameron-Berater Michael Hayman, Wolfgang Hetzer vom Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), Infineon-CEO Monika Kircher, Gertrude Tumpel-Gugerell, Europäische Zentralbank, BIG- sowie Erste Group Aufsichtsrätin Christine Catasta, Fraunhofer-Chef Wilfried Sihn, Prof. Gabriel Felbermayr, sowohl als Präsident des IfW Kiel und als WIFO-Chef, oder der britischen Auto-Legende Charles Morgan, setzte das IFWK seit seiner Gründung im Jahr 2009 zahlreiche Impulse im öffentlichen Diskurs.

© Niki Texler

Themen wie Korruption, Datensicherheit/Cybercrime, Kryptowährungen, Brexit, DSGVO, ESG, NIS2, Fake-News, ChatGPT und andere KI-Anwendungen im Medienbereich oder „Mobilität der Zukunft“ nahm das Forum schon früh auf seine Agenda.

Seit 2009 kamen mehr als 180 Wissenschaftler, Manager, aber auch Sportler und Rechtsanwälte zu Wort. Von wirtschaftsjournalistischer Seite traten unter anderem im IFWK auf: Susanne Glass (ARD), Barbara Steininger (trend), Sandra Baierl (Kurier), Eva Pfisterer, Astrid Petermann und Barbara Battisti (ORF), Josef Urschitz, Madlen Stottmeyer, Michael Köttritsch (Die Presse), Renate Graber, Nana Siebert und Günther Strobl (Der Standard), Hans-Peter Siebenhaar (Handelsblatt, Focus Money), Katharina Schell (APA) oder Ex-BBC-Reporter Michael Cole.

Gegründet wurde das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) im Herbst 2009 von Rudolf J. Melzer gemeinsam mit Meinungsbildnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien. Die erste öffentliche Veranstaltung fand im Februar 2010 in der Österreichischen Nationalbank zum Thema „Kriminelle Seiten der Wirtschaft“ statt. Das Forum versteht sich als politisch unabhängige Wissens- und Dialogplattform für Opinionleader aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.

Zu den Zielen gehört es unter anderem, neue Denkansätze und Hintergrundinformationen zu wirtschaftsrelevanten Themen in verschiedenen Formaten wie Podiumsdiskussionen, Fish-Bowls, aber auch in regelmäßigen Jour-Fixen zu erörtern und kommunizieren.

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IFWK geht mit vergrößertem Vorstand ins 15. Jahr https://www.ifwk.net/ifwk-geht-mit-vergroessertem-vorstand-ins-15-jahr/ Mon, 07 Oct 2024 09:03:12 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1950 Doris Pokorny (APA) und Klaus Schmid (Amberon) neue Vizepräsidenten im Internationalen Forum für Wirtschaftskommunikation

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Doris Pokorny (APA) und Klaus Schmid (Amberon) neue Vizepräsidenten im Internationalen Forum für Wirtschaftskommunikation

Sie hatten 2020 Prof. Gabriel Felbermayr bereits zu Gast in Wien als er noch Vorstand am IfW Kiel war, und analysierten Vor- und Nachteile von KI-Tools wie ChatGPT als einer der ersten Kommunikationsverbände in Österreich: Die Verantwortlichen des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (www.ifwk.net) haben in den letzten 14 Jahren ein Gespür für relevante Trends und Themen bewiesen und gehen mit vergrößertem Vorstand ins 15. Bestandsjahr: APA-CFO Doris Pokorny und Amberon-Geschäftsführer Klaus Schmid verstärken ab sofort den Vorstand rund um IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer und Excellence Research-Vorstand sowie xBN-Herausgeberin Isabella Mader.

v.l. Rudolf Melzer, Miriam Fend, Klaus Schmid, Susanna Janovsky, Isabella Mader, Doris Pokorny, Dr. Klaus Höglinger, Gerald Kührer, Wilhelm Milchrahm (Credit: Melzer PR, Abdruck honorarfrei)

Die Aufbereitung komplexer Themen aus den Bereichen Wirtschaft und Kommunikation wie z.B. Nachhaltigkeit, Cybersecurity, Compliance, Mobilität, aber auch Medienrefinanzierung oder die „Macht des Finanzjournalismus“ sei eine der Hauptaufgaben der 2010 gegründeten Dialog-Plattform zwischen Wirtschaft, Medien und Wissenschaft: IFWK-Gründer und Kommunikationsexperte Rudolf J. Melzer dankte im Rahmen der 7. Generalversammlung des Forums den Vorstands- und Beiratsmitgliedern für ihre inhaltlichen Beiträge und organisatorischen Leistungen.

„Gerade die letzten Events haben wieder gezeigt, dass wir nicht nur mit spannenden Themen und prominenten Personen aufwarten können, sondern dass die Inhalte auch so aufbereitet sind, dass sie von einer breiten Öffentlichkeit verstanden werden“, betonte Isabella Mader, seit 2018 Vizepräsidentin des Forums, Vorstand von Excellence Research und Herausgeberin der Executive Business News (xBN).

Einstimmig beschlossen wurde bei der Generalversammlung die Erweiterung des Vorstandes um die Finanz- und ESG-Expertin Doris Pokorny (APA – Austria Presseagentur) und Klaus Schmid als Experte für Kommunikation in der Unternehmensführung (Amberon), der das IFWK bereits seit den ersten Gründungsgesprächen im Herbst 2009 konstruktiv begleitet. Ebenfalls geeinigt hat man sich im stilvollen Rahmen des Künstlerateliers Paul Landerl auf weitere Kooperationen mit anderen Netzwerken wie z.B. dem Österreichischen Journalistenclub ÖJC.

Für November ist eine „IFWK-Pressestunde“ mit Live-Podcast in Kooperation mit der Kleinen Zeitung angesetzt und für das Jahr 2025 ist u.a. geplant, das Thema der Renaturierung kritisch und durchaus kontroversiell zu beleuchten!

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Entwarnung bei neuer EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung https://www.ifwk.net/entwarnung-bei-neuer-eu-nachhaltigkeitsberichterstattung/ Thu, 04 Jul 2024 10:38:01 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1852 Die „EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (CSRD) sollte bis 6. Juli 2024 in nationales Recht gegossen sein.

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IFWK zeigte pragmatische Wege der Umsetzung sowie Möglichkeiten
der einfacheren Administrierbarkeit auf

Wien, 4. Juli 2024, IFWK. – Die „EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (CSRD) sollte bis 6. Juli 2024 in nationales Recht gegossen sein. Sie schreibt Unternehmen u.a. vor, die Nachhaltigkeitsberichte ab sofort im Lagebericht des jeweiligen Geschäftsberichts zu veröffentlichen, was einen bürokratischen Mehraufwand und zusätzliche Verantwortung für Geschäftsführung, Aufsichtsrat sowie Unternehmenskommunikation bedeutet. Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) diskutierte Grundlagen von Reporting und Prüfung, Erfahrungen aus einem konkreten Anwendungsfall und geeignete Software-Unterstützung des Reportings.

Marlene Halikias, Partnerin bei Grant Thornton in Österreich, verwies gleich zu Beginn darauf, dass es im Ermessen jedes einzelnen Unternehmens liege, tatsächlich wesentliche Themen zu identifizieren und damit zu definieren, welche Datenpunkte gemessen werden. Sie empfahl, „die Themen in der Wesentlichkeitsanalyse möglichst gering zu halten“.

Diese von den „Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (ESRS) vorgegebene Wesentlichkeitsanalyse sei eine doppelte, so Halikias im Pressezentrum der APA – Austria Presse Agentur in Wien: „Man sieht sich einerseits finanzielle Wesentlichkeiten an, also welche finanziellen Effekte gibt es? Und man sieht sich andererseits die Auswirkungen einer Produktion oder Dienstleistung auf die Umwelt an; zum Beispiel Grundwasser, Bodenversiegelung oder ähnliches.“

1.200 Datenpunkte im Auge haben
Neu ist, dass all diese Angaben von einem Wirtschaftsprüfer geprüft werden und diese Informationen künftig standardmäßig einem Berichtsformat zugeordnet werden müssen. Hierfür ist aber bereits Software-Unterstützung verfügbar, die automatisiert Daten einspielen und dem „händischen“ Führen von Reportings z.B. in Excel klar überlegen ist, wie Michael Ingerisch, Associate Partner bei IBM Consulting, erläuterte: „Je nach Umsatzgröße müssen Unternehmen bis zu 1.200 Datenpunkte für das Reporting berücksichtigen. Dabei kommen verschiedene Datentypen zum Einsatz. Unsere Software Envizi bietet hier eine effiziente Lösung, indem sie diese Daten strukturiert und somit einen besseren Überblick über das Unternehmen sowie die Grundlage für Innovationen schafft. Die Plattform hat den Vorteil, weit über die Möglichkeiten von herkömmlichen Programmen hinauszugehen und unterstützt Unternehmen dabei, sich den neuen Reporting-Standards anzupassen.“

Richtlinie noch nicht österreichisches Recht
Ingerisch merkt jedoch an, dass die CSRD-Richtlinie bisher noch nicht in österreichisches Recht umgesetzt wurde, weshalb in vielen Management-Etagen gezögert werde, sich technisch auf die neuen Standards vorzubereiten. Trotz dieser Herausforderung betont er, dass Envizi neben dem Fokus auf Reporting auch einen Mehrwert für Unternehmen bietet. „Durch verschiedene Module, wie beispielsweise die Szenarienanalyse, ermöglicht unsere Lösung einerseits die Verbesserung der Nachhaltigkeit aufgrund verschiedener Managementhandlungen und bietet andererseits die Möglichkeit, die eigenen Handlungen im Sinne von Kosteneinsparungen zu bewerten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, über den reinen Reporting-Aspekt hinauszudenken und die Vorteile der Plattform für das gesamte Unternehmen zu nutzen.“

Einheitliche Plattform wäre wichtig
Einblicke in die Praxis gewährte der Leiter der Nachhaltigkeitsberichterstattung der APA und Vorstandsreferent, Bernhard Sonntag: Vom oft mühsamen Ausfüllen von Fragebögen bis zur Schwierigkeit, dem Thema „Management-Attention“ zu verleihen, gäbe es durchaus auch praktische Vorteile wie zum Beispiel, dass man die CO2-Bilanz einzelner Produkte errechnen könne oder auch eine bessere Basis für Förderanträge und Ausschreibungen zur Verfügung habe. Zur Vereinfachung des alljährlichen „Datensammelns“ wünscht er sich die baldige Realisierung einer einheitlichen EU-Online-Plattform für die Einmeldung der Daten, den sogenannten European Single Access Point (ESAP).

Die in der Geschäftsleitung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung Verantwortliche sowie CFO der APA, Doris Pokorny, ergänzte, dass nach ihrer Erfahrung von Unternehmen manchmal der Fehler gemacht werde, eine zu große Anzahl von reportingpflichtigen Themen zu identifizieren: „Die Beschränkung dieser wesentlichen Themen sowie Datenpunkte und KPIs auf eine überschaubare Anzahl ist entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung. Es geht bei diesem Reporting zwar um die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen und KPIs, aber es müssen keine Maßnahmen zur Prozessverbesserung unmittelbar ergriffen werden“, stellt sie klar, dass auch bei CSRD nichts so heiß gegessen wie gekocht wird.

Chancen für Unternehmen
Trotz der Herausforderungen bietet die CSRD eine Reihe von Chancen für Unternehmen: Durch die Erfüllung der CSRD-Anforderungen können Unternehmen ihr Image verbessern und die Attraktivität für Investoren, Kunden und Mitarbeiter steigern. Die CSRD hilft zudem, Nachhaltigkeitsrisiken zu identifizieren und zu managen, und fördert die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsaspekten, was zu Innovationen führen kann. Um die Herausforderungen der CSRD zu bewältigen, sollten Unternehmen frühzeitig mit der Umsetzung beginnen und sich bei Bedarf professionelle Unterstützung holen. „Jene, die Herausforderungen von der Pflicht zur Kür machen, gewinnen auch im Business“, ist Isabella Mader, Vorstand von Excellence Research sowie IFWK-Vizepräsidentin, überzeugt. Sie zitierte unter anderem aus ihrem neuesten Buch „Digitalisierung & KI strategisch einsetzen“ über ein Dutzend Compliance-Regularien, die von EU-Unternehmen berücksichtigt werden müssen.

Diskussion rund um Kreislaufwirtschaft
Im Rahmen der Diskussion, die von Gabriela Straka, Vorstandsmitglied bei RespACT, moderiert wurde, kam zum Ausdruck, dass die Entwicklung einer CSR-Strategie eine Grundlage für effektive Kommunikation bildet. Unternehmen sollten messbare Ziele und Kennzahlen für ihre Nachhaltigkeitsleistungen festlegen und regelmäßig über ihre Fortschritte bei der Erreichung ihrer CSR-Ziele auch größer berichten. Der Dialog mit Stakeholdern sei dabei essenziell, ebenso wie die Nutzung geeigneter Kommunikationskanäle, um die Nachhaltigkeitsleistungen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft
Zu weiteren Fragen wie Kreislaufwirtschaft oder branchenspezifischen Benchmarks diskutierten unter anderem aus dem IFWK-Vorstand: ESG-Expertin Waltraud Kaserer sowie Amberon-Geschäftsführer Klaus Schmid; aus der Wirtschaft: NTT Austria CEO Roman Oberauer, der Kommunikationsverantwortliche von DS Smith, Hagen Burkert, Verena Treiber von Mediamarkt, Georg Lemmerer von Schelhammer Capital, Martina Kukulka von Austrian Power Grid (APG), Ludwig Steinbauer, PORR, ÖGNI-Geschäftsführer Peter Engert sowie Ferdinand Schütz und Stefan Neubauer von der Kathrein Privatbank.

Aus dem Bereich der Wissenschaften konnte IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer unter anderem begrüßen: Victoria Kaiselgruber, Professorin an der FH Hagenberg, sowie die Autoren des neuen Buches „Strategisches Management der Nachhaltigkeit“ (Springer), Professor Josef Herget und Robert Bodenstein, Präsident der internationalen Consulting-Organisation ICMCI.

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NIS2 Cybersicherheit: Handschellen oder Notwendigkeit? https://www.ifwk.net/nis2-cybersicherheit-handschellen-oder-notwendigkeit/ Thu, 14 Mar 2024 09:23:56 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1823 Gesetzesnovelle als Chance für Unternehmen, um Security in reguliertem Umfeld zu optimieren

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Gesetzesnovelle als Chance für Unternehmen, um Security in reguliertem Umfeld zu optimieren

Die EU-Direktive „NIS2“ (Network and Information Systems Security) schreibt strenge Maßnahmen zur Gewährleistung der Cybersicherheit vor und muss in Österreich bis Oktober 2024 von 9.000 großen Firmen und vielen Mittelständlern umgesetzt werden. Die rasche und professionelle Umsetzung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen standen im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustausches, zu dem das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, IT-Industrie und Verwaltung einlud: „Mit NIS2 werden sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer intensiv beschäftigen müssen“, waren sich SAP-Österreich-Geschäftsführerin Christina Wilfinger sowie IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer schon bei der Begrüßung einig.

Auf die provokante Frage der IT-Strategin, Universitätslektorin und Moderatorin des Abends, Isabella Mader, ob die Novelle Unternehmen in Handschellen lege, antwortete KPMG-Partner Robert Lamprecht, der auch in der Vorsitzführung der Arbeitsgruppe für die NIS2-Risikomanagementmaßnahmen tätig ist: „Führungskräfte haben es selbst in der Hand, sich mit Cybersicherheitsmaßnahmen in einem regulierten Umfeld oder mit den schmerzhaften Folgen von Cyberattacken bei Versäumnissen auseinanderzusetzen.“ Er plädiert dafür, Cybersicherheit nicht nur als technische Aufgabe zu betrachten, sondern auch organisatorische Faktoren und den Menschen im Mittelpunkt einzubeziehen.

Tausende österreichische Unternehmen betroffen – Führungskräfte persönlich haftbar

In Österreich gilt aktuell das NIS-Gesetz aus dem Jahr 2016, das Anforderungen an die Cybersicherheit in gesellschaftlich wichtigen Bereichen spezifiziert. Mit NIS2 wird die Zahl der betroffenen Unternehmen kräftig erweitert – es betrifft 3.000 bis 9.000 große Firmen und den Mittelstand. Darunter fallen sowohl wesentliche (u.a. Unternehmen im Trinkwasserbereich und Energielieferanten) als auch wichtige (u.a. aus dem Lebensmittelsektor) Unternehmen. Für sie gelten künftig ein verpflichtendes Risikomanagement und Meldevorschriften bei Sicherheitsvorfällen. Viele Betroffene dürften sich der Tragweite noch nicht bewusst sein, obwohl bei Vergehen Strafen von bis zu zehn Millionen Euro oder zwei Prozent des Konzernumsatzes drohen – für die Führungskräfte auch persönlich haftbar gemacht werden können.

NIS2 auch für Partnerfirmen und Lieferanten relevant

Laut einer aktuellen Studie von KPMG gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich haben sich Cyberangriffe zuletzt innerhalb von zwölf Monaten mehr als verdreifacht. 12 % der in der Studie befragten heimischen Unternehmen hatten bei Sicherheitsvorfällen Schäden von mehr als eine Million Euro verzeichnet, mehr als die Hälfte Schäden von mindestens 100.000 Euro. Dabei wird meist die am schwächsten abgesicherte Firma in Lieferketten betroffen – daher sei NIS2 auch für die Partner und Lieferanten der großen Unternehmen relevant. „Risiken, die andere eingehen, sind auch meine Risiken“, spricht Lamprecht von einer neuen Verantwortung in einer stark vernetzten Wirtschaft.

Gefahr durch geopolitische Eskalationen

Philipp Töbich verantwortet mit seinem Team Sicherheitsthemen bei SAPin Europa und international – und steht damit im Rampenlicht der Weltwirtschaft. SAP-Kunden generieren 87 Prozent des globalen Handelsvolumens. „Das Thema der Netz- und Informationssicherheit gibt es nicht erst seit gestern“, berichtet der Experte von fünfzigjähriger Erfahrung des Softwareherstellers mit dem Schutz von Daten. Töbich betrachtet die NIS2 grundsätzlich positiv. Gerade größere Unternehmen hätten bereits enorme Ressourcen in die Sicherheit gesteckt. Jetzt sei es wichtig, eine möglichst harmonische Gesetzgebung in Europa und deren Umsetzung in der Breite zu erreichen.  – Denn die Gefahren sind mit den geopolitischen Eskalationen in jüngster Zeit nicht weniger geworden. „Aktuelle Ereignisse – von denen viele dachten, sie seien so gar nicht mehr möglich – verdeutlichen mit voller Härte die enorme Bedeutung von Sicherheit und die Notwendigkeit angemessener Schutzmaßnahmen. Eines ist ganz klar:  Cybersecurity ist entscheidend: denn unsere Wirtschaft ist in Gefahr, jederzeit zum Angriffsziel zu werden“, spitzt Töbich zu. Mit der digitalen Transformation werde es für Unternehmen immer wichtiger, ein hohes Sicherheitsniveau zu halten.

„Incident Response“-Strategie als Notfallplan

Martin Krumböck, T-Systems International, ortet Abwehrmaßnahmen als einen besonders wichtigen Teil in der Themenbreite von IT-Sicherheit. „Auch ‚Incident Management‘ bekommt mit den Meldepflichten und -fristen eine neue Bedeutung“, weiß der Fachmann, der als CTO im Bereich Cyber Security bei dem IT-Dienstleister tätig ist. Auch der beste Schutz könne überwunden werden, daher sollten Angriffe auf die eigene Infrastruktur rasch erkannt werden können. Hatte die Zeitspanne vom ersten Eindringen bis zu einem Datendiebstahl früher oft Tage und Wochen betragen, werden kombinierte Angriffe mit Ransomware-Verschlüsselungen heute innerhalb von wenigen Stunden vollzogen. Deshalb sind stets auch Notfallpläne wichtig – in einer „Incident Response“-Strategie werden Ansprechpartner und Prozesse für den Fall eines Angriffs festgelegt. Würde man sich darüber erst bei einem Vorfall Gedanken machen, sei es zu spät. Für Krumböck ist es wichtig, sich auch einzugestehen, dass etwas passieren kann. „Wie reagiere ich darauf? Wie halte ich Meldepflichten ein, um auch den Kollateralschaden einer Pönale abzuwenden?“

Entscheidungsträger würden letztlich aus zwei Gründen in IT-Sicherheit investierten: für die Resilienz für den Fortbestand eines Unternehmens und aus Compliance-Gründen, getrieben von den Anforderungen Dritter – Eigentümern, Kunden, Partnern oder dem Gesetzgeber.

Unabhängiger Nachweis wäre wichtig

Gerald Schremser, CISO bei der Prinzhorn Gruppe, lieferte einen Einblick in die Praxis und wünscht sich auch künftig die Möglichkeit der eigenen Gestaltung von IT-Sicherheit. Er prüft mit seinem Team mit Gap-Analysen den Status-quo und Umsetzungsmöglichkeiten bei Sicherheitsthemen. Offen ist für den CISO die Frage, wie bei den Berichtspflichten künftig mit zu erwarteten gehäuften Anfragen in der Lieferkette umgegangen wird. Es würden jedes Jahr hunderte Anfragen zu Sicherheitsbelangen drohen. „Hier würde ich mir einen unabhängigen Nachweis der Erfüllung der Pflichten nach NIS2 wünschen, den unsere Partner für ihre Meldungen an die Behörde nutzen können“, erklärt Schremser.

Bei der von der Herausgeberin des Wirtschaftsmagazins xbn.news Isabella Mader moderierten abschließenden Diskussion beteiligten sich unter anderem RHI-Magnesita-Digitalisierungsexpertin Marte Fjelland, die CFO der Austria Presseagentur APA sowie Geschäftsführerin der Gentics Software GmbH, Doris Pokorny, NTT Ltd. Country Manager Roman Oberauer, Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsexpertin Waltraud Kaserer, Jan Reller, Head of Strategic IT-Management der voestalpine High Performance Metals GmbH, Thomas Tauzimsky, Head of IT-Infrastructure bei der Lenzing AG, Gerald Kührer von win2day sowie Wolfgang Müller, stv. Magistratsdirektor der Stadt Wien, und die neue Werbeleiterin der Kleinen Zeitung, Stefanie Koch.

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Medienfinanzierung in Österreich zunehmend unter Druck https://www.ifwk.net/medienfinanzierung-in-oesterreich-zunehmend-unter-druck/ Thu, 24 Nov 2022 10:23:18 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1535 VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger beim Jahresfinale des IFWK über den Wandel der Spending-Volumina und des Buchungsverhaltens von Werbekunden

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VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger beim Jahresfinale des IFWK über den Wandel der Spending-Volumina und des Buchungsverhaltens von Werbekunden

Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) bereitet sich mit einem neuen Vorstandsteam und neuen Beiräten auf das neue Jahr vor: Im Anschluss an die Wahl des neuen Führungsteams bei der Generalversammlung Ende November in Wien postulierte der Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Gerald Grünberger, warum das Werbeumfeld in der österreichischen Medienlandschaft zunehmend kompetitiv wird und warum die Presseförderung dies nicht ausreichend ausgleichen kann.

Bei der Generalversammlung des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) wurden dieser Tage in Wien die neuen Vorstands- und Beiratsmitglieder einstimmig bestätigt. Neben den bisherigen Vereinsvorständen Rudolf J. Melzer, Gründer des IFWK, und Isabella Mader, CEO von Excellence Research und Executive Advisor des Global Peter Drucker Forums, übernimmt nun auch Markus Gstöttner, Geschäftsführer des Manstein Verlages, eine Vorstandsfunktion. Der Beirat besteht fortan aus der Corporate-Communications-Spezialistin Susanna Janovsky, der CFO der APA – Austria Presseagentur, Doris Pokorny, Strategieberater Klaus Schmid sowie dem Wirtschaftsanwalt Wilhelm Milchrahm.

Buchungsverhalten im vierten Quartal hinter Erwartungen

Nach der Generalversammlung gab VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger Einblicke in die aktuellen Entwicklungen am österreichischen Medienmarkt: „Das Werbeumfeld ist durch amerikanische Onlinekonzerne wie Google extrem kompetitiv geworden. Das Aufkommen der Digitalsteuer hat mittlerweile jenes der Werbeabgabe übertroffen. Durch die unsicheren Wirtschaftsprognosen für 2023 halten offenbar immer mehr Unternehmen ihre Marketingbudgets zurück. Wir sehen aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung bzw. im Vergleich zu den Vorjahren einen deutlichen Buchungsrückgang im vierten Quartal bei allen heimischen Medien und dieser Trend wird sich voraussichtlich auch im nächsten Jahr fortsetzen.“

Weiters haben sich die Werbespendings vieler Unternehmen von klassischen Medien zunehmend auf Onlineangebote verlagert: „Viele Unternehmen verkennen dabei jedoch, dass es zusätzlich zu digitaler Werbung, die stark auf den Produktabsatz abzielt, auch klassische Werbung in professionellen Medien zur Imagebildung im Mediamix braucht.“ Die Rückgänge bei den Buchungen können mittels der viel diskutierten Medienförderung bei weitem nicht substituiert werden, da die eingesetzten Mittel dafür viel zu gering seien, auch wenn die soeben ausgeschüttete Digitaltransformationsförderung eine sinnvolle Ergänzung darstelle.

Digitaltransformationsförderung wichtig

Österreich habe im Segment der gedruckten Kaufzeitungen im internationalen Vergleich eine sehr hohe Aboquote, erklärte Grünberger: „Nicht nur Qualitätszeitungen, sondern auch Boulevardzeitungen weisen eine Aboquote von mehr als 70 Prozent auf. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, das erfolgreiche Vertriebsmodell in die digitale Welt zu transportieren. Einige Medienunternehmen verlegerischer Herkunft in Skandinavien haben diesen Weg bereits beschritten. Diese Beispiele dienen auch in Österreich als Vorlage.“

Die Forcierung von Abo-Kombiangeboten – also Print- und Online – oder „Digital only“ sind Teil einer Zukunftsstrategie der österreichischen Zeitungen. Die Unterstützung dieser Transformationsprozesse durch die Digitaltransformationsförderung sei demnach richtig und wichtig, denn sie stelle bei vielen Projekten eine Anschubfinanzierung dar. 

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