event Archive » IFWK http://www.ifwk.net/tag/event/ Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation Wed, 11 Sep 2024 09:21:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 https://www.ifwk.net/wp-content/uploads/2017/12/fb-logo-150x150.jpg event Archive » IFWK http://www.ifwk.net/tag/event/ 32 32 Wirtschaftsjournalisten – eine aussterbende Spezies? https://www.ifwk.net/wirtschaftsjournalisten-eine-aussterbende-spezies/ Wed, 11 Sep 2024 09:19:13 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1917 IFWK präsentierte erste Auszüge aus ÖAW-Journalismus-Studie, wonach sich Wirtschafts-berichterstattung weg von Faktenorientierung hin zu „interpretativem Journalismus“ wandelt

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IFWK präsentierte erste Auszüge aus ÖAW-Journalismus-Studie, wonach sich Wirtschafts-berichterstattung weg von Faktenorientierung hin zu „interpretativem Journalismus“ wandelt

Wien, 11. Sept. 2024 (IFWK). – Zwar wollen die meisten Leute ihr Erspartes möglichst gewinnbringend anlegen, für wirtschaftliche Zusammenhänge, wie sie von Wirtschaftsjournalisten tagtäglich aufbereitet werden, interessieren sich aber eher weniger Menschen. Wirtschaftswissen sei Mangelware, quer durch alle Alters- und Berufsgruppen, von der Schuldirektorin bis zum Bundeskanzler. So eine der Schlussfolgerungen der Enquete „Wie mächtig ist der Wirtschaftsjournalismus?“ des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK), in deren Rahmen erste Auszüge der Studie „Worlds of Journalism“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für Österreich, Deutschland und die Schweiz präsentiert wurden.

Laut der soeben fertiggestellten weltweiten Studie „Worlds of Journalism“ prägt in Österreich ein verändertes Verständnis der Bevölkerung die Arbeit der Wirtschaftsjournalistinnen und
-journalisten: „Das Publikum geht weg von der reinen Faktenorientierung und so zeigt sich auch ein Wandel im Wirtschaftsjournalismus vom objektiven Faktenjournalismus hin zu einem interpretativen, aber auf Transparenz bedachten Journalismus“, hob Prof. Josef Seethaler, Abteilungsleiter des Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), einen zentralen Aspekt hervor. Außerdem nehme die Bekämpfung von Desinformation auch in den Wirtschaftsressorts mittlerweile eine große Rolle ein. Nachgelassen hätten hingegen interventionistische Ansichten, welche aktiv Einfluss auf Öffentlichkeit und Politik ausüben möchten.

Das Thema „Macht von Journalisten“ aus dem Blickwinkel einer Top-Managerin beleuchtete Silvia Kaupa-Götzl, langjährige Vorständin der Österreichischen Postbus AG, davor Prokuristin bei den ÖBB: „Ich habe bei den ÖBB gelernt, dass wichtige Entscheidungen gemeinsam mit der Kommunikations- und PR-Abteilung transparent und nachvollziehbar aufbereitet werden müssen“, bestätigt sie das in der Studie erwähnte verstärkte Verlangen der Bevölkerung nach Transparenz im Journalismus. Schlimm finde sie allerdings, wenn Geheiminformationen aus Sitzungen plötzlich in Medien auftauchen oder Verhandlungspartner wie z.B. ein Betriebsrat mit einem „Gang zu den Medien“ drohten.

Naturgemäß sehen das die Vertreterinnen und Vertreter der Medien etwas anders: „Meine Aufgabe als Journalistin ist es, hinter die Kulissen zu schauen und Dinge rauszukriegen“, betonte die Doyenne des österreichischen Wirtschaftsjournalismus, Hedi Schneid.

Warum wurde der Kanzler nie zur Verantwortung gezogen?
Ihre Kollegin aus der Wirtschaftsredaktion der „Presse“, Madlen Stottmeyer, konstatierte, dass sie sowie ihre Kolleginnen und Kollegen des kritischen Finanz- und Wirtschaftsjournalismus einer „aussterbenden Berufsgruppe“ angehörten. Anhand von Beispielen wie Wirecard, Signa oder dem „STRABAG/Deripaska-Deal“ skizzierte die vielfach ausgezeichnete Redakteurin, was Journalismus leisten kann, beziehungsweise könnte: In Sachen Signa verwies sie darauf, dass Olaf Scholz damals Chef der BaFin war und zuvor Hamburger Bürgermeister, als der Elbtower-Deal unterzeichnet wurde: „Da stellt sich die Frage, warum er nie zur Verantwortung gezogen wurde und immer noch Bundeskanzler ist?“

Macht und Ohnmacht der Journalisten
Genau auf dieses Wechselspiel zwischen Macht und Ohnmacht eines Journalisten bzw. einer Journalistin, ging Hans-Peter Siebenhaar ein: Als langjähriger Redakteur des Handelsblattes, Konzernsprecher der OMV und nun in der Chefredaktion von Focus Money tätig, sagte er: „Die Eigenwahrnehmung ist laut der vorliegenden Studie, dass sie gar nicht so viel Macht haben. Aber natürlich haben sie Macht und die ist umso größer, je börsennotierter ein Unternehmen ist.“ – Schließlich werde der Aktienkurs als Gradmesser eines Unternehmens durch Nachrichten positiv oder negativ beeinflusst und stehe somit auch laufend im Fokus der Unternehmens-kommunikation. „Umso kleiner so ein börsennotiertes Unternehmen von seiner Markt-kapitalisierung her ist, umso anfälliger ist es natürlich auch gegenüber der Berichterstattung und der Analyse, die von den Medien kommt.“

Warum keine Börsenberichterstattung in ZiB2?
Zur Situation in Österreich meinte er, dass es traurig sei, dass das Wirtschaftsblatt eingestellt wurde: „Eine Volkswirtschaft im Herzen Europas verdient eine eigene Wirtschaftszeitung liberaler Art, die nah an den Unternehmen ist. Ich bedauere auch, dass der ORF als einer der ganz wenigen öffentlichen Rundfunkanstalten keine Börsenberichterstattung am Abend, also z.B. in der ansonsten journalistisch gut gemachten ZiB2 hat. Ökonomisch autarker Journalismus wäre gut für die Öffentlichkeit, das dient auch zur Ökonomisierung von Denken und Handeln.“

Auf die im Vergleich zu den Redaktionen viel stärker besetzten Kommunikationsabteilungen der Unternehmen ging Waltraud Kaserer ein. Sie arbeitete nicht nur im Bankenbereich und direkt an der Börse, sondern auch als Journalistin beim „Standard“, der „WELT am SONNTAG“ und baute die Seite von „manger-magazin.de“ sowie „ftd.de“ auf, sondern war auch als Kommunikationschefin in der Politik sowie bei börsennotierten Unternehmen wie der Lenzing AG tätig. „Für das Ungleichgewicht zwischen großen Kommunikationsabteilungen und Redaktionen, das Wirtschaftsjournalisten beklagen, sind die vielen Social-Media-Kanäle verantwortlich. Die Unternehmen stehen dort einem riesigen Bereich an unregulierten Absendern gegenüber, der rund um die Uhr ohne Gatekeeper, wie es die Journalisten in klassischen Medien sind, posten. Und wenn ein Shitstorm erst losgetreten ist, ist es wahnsinnig schwierig, ihn wieder einzufangen.“ Die klassischen Medien haben zu vielen Zielgruppen ihren Zugang und ihre Deutungshoheit verloren, die Macht der Wirtschaftsjournalisten ist zwar nach wie vor groß, aber nur mehr in einem Teil der Medienkonsumenten.

It´s the economy, stupid!
Auf ein Paradoxon wies Prof. Josef Herget, Direktor des Excellence Instituts, in der Diskussion hin: „Mantra-artig wird nach jeder Wahl, etwa gerade auch nach den deutschen Wahlen in Sachsen und Thüringen, Bill Clinton zitiert „It´s the economy, stupid!“, dennoch kommt der Verknüpfung von Politik und ihren ökonomischen Konsequenzen für das Alltagsleben in der Berichterstattung  kaum eine relevante Bedeutung zu. Madlen Stottmeyer stützte dieses Argument, indem sie darauf hinwies, dass etwa Politiker-Interviews hauptsächlich von Innenpolitik-Redakteuren durchgeführt werden und die ökonomischen Aspekte schlicht unter den Tisch fallen würden.

Finanz-Bildung ein zentrales Thema
Einen zentralen Raum der Enquete im Wiener Raiffeisenhaus, zu der IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien einlud, nahm die in weiten Teilen der Bevölkerung fehlende Finanzbildung ein: „16-jährige Lehrlinge haben oft keine Ahnung, wie sich die auf ihrem Gehaltszettel ausgewiesenen Sozialversicherungsbeiträge zusammensetzen, von Themen wie Zinsen oder Zinsdeckel gar nicht zu reden“, gab Karl Koczurek, Landesdirektor der Österreichischen Beamtenversicherung (ÖBV) zu bedenken. An der von sheconomy-Herausgeberin Michaela Ernst geleiteten Diskussion nahmen unter anderem Teil: Die Finanz-Chefin der APA – Austria Presseagentur sowie Geschäftsführerin der Gentics Software GmbH, Doris Pokorny, Susanna Janovsky, Head of Corporate Communications bei DORDA, Klaus Schmid, Geschäftsführer von Amberon Consulting sowie des Bundesverbandes Elektromobilität (BVe), der Anwalt Michael Borsky und der CFO von Hamburger Containerboard, Sigmar Mielacher.

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Entwarnung bei neuer EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung https://www.ifwk.net/entwarnung-bei-neuer-eu-nachhaltigkeitsberichterstattung/ Thu, 04 Jul 2024 10:38:01 +0000 https://www.ifwk.net/?p=1852 Die „EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (CSRD) sollte bis 6. Juli 2024 in nationales Recht gegossen sein.

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IFWK zeigte pragmatische Wege der Umsetzung sowie Möglichkeiten
der einfacheren Administrierbarkeit auf

Wien, 4. Juli 2024, IFWK. – Die „EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (CSRD) sollte bis 6. Juli 2024 in nationales Recht gegossen sein. Sie schreibt Unternehmen u.a. vor, die Nachhaltigkeitsberichte ab sofort im Lagebericht des jeweiligen Geschäftsberichts zu veröffentlichen, was einen bürokratischen Mehraufwand und zusätzliche Verantwortung für Geschäftsführung, Aufsichtsrat sowie Unternehmenskommunikation bedeutet. Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) diskutierte Grundlagen von Reporting und Prüfung, Erfahrungen aus einem konkreten Anwendungsfall und geeignete Software-Unterstützung des Reportings.

Marlene Halikias, Partnerin bei Grant Thornton in Österreich, verwies gleich zu Beginn darauf, dass es im Ermessen jedes einzelnen Unternehmens liege, tatsächlich wesentliche Themen zu identifizieren und damit zu definieren, welche Datenpunkte gemessen werden. Sie empfahl, „die Themen in der Wesentlichkeitsanalyse möglichst gering zu halten“.

Diese von den „Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (ESRS) vorgegebene Wesentlichkeitsanalyse sei eine doppelte, so Halikias im Pressezentrum der APA – Austria Presse Agentur in Wien: „Man sieht sich einerseits finanzielle Wesentlichkeiten an, also welche finanziellen Effekte gibt es? Und man sieht sich andererseits die Auswirkungen einer Produktion oder Dienstleistung auf die Umwelt an; zum Beispiel Grundwasser, Bodenversiegelung oder ähnliches.“

1.200 Datenpunkte im Auge haben
Neu ist, dass all diese Angaben von einem Wirtschaftsprüfer geprüft werden und diese Informationen künftig standardmäßig einem Berichtsformat zugeordnet werden müssen. Hierfür ist aber bereits Software-Unterstützung verfügbar, die automatisiert Daten einspielen und dem „händischen“ Führen von Reportings z.B. in Excel klar überlegen ist, wie Michael Ingerisch, Associate Partner bei IBM Consulting, erläuterte: „Je nach Umsatzgröße müssen Unternehmen bis zu 1.200 Datenpunkte für das Reporting berücksichtigen. Dabei kommen verschiedene Datentypen zum Einsatz. Unsere Software Envizi bietet hier eine effiziente Lösung, indem sie diese Daten strukturiert und somit einen besseren Überblick über das Unternehmen sowie die Grundlage für Innovationen schafft. Die Plattform hat den Vorteil, weit über die Möglichkeiten von herkömmlichen Programmen hinauszugehen und unterstützt Unternehmen dabei, sich den neuen Reporting-Standards anzupassen.“

Richtlinie noch nicht österreichisches Recht
Ingerisch merkt jedoch an, dass die CSRD-Richtlinie bisher noch nicht in österreichisches Recht umgesetzt wurde, weshalb in vielen Management-Etagen gezögert werde, sich technisch auf die neuen Standards vorzubereiten. Trotz dieser Herausforderung betont er, dass Envizi neben dem Fokus auf Reporting auch einen Mehrwert für Unternehmen bietet. „Durch verschiedene Module, wie beispielsweise die Szenarienanalyse, ermöglicht unsere Lösung einerseits die Verbesserung der Nachhaltigkeit aufgrund verschiedener Managementhandlungen und bietet andererseits die Möglichkeit, die eigenen Handlungen im Sinne von Kosteneinsparungen zu bewerten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, über den reinen Reporting-Aspekt hinauszudenken und die Vorteile der Plattform für das gesamte Unternehmen zu nutzen.“

Einheitliche Plattform wäre wichtig
Einblicke in die Praxis gewährte der Leiter der Nachhaltigkeitsberichterstattung der APA und Vorstandsreferent, Bernhard Sonntag: Vom oft mühsamen Ausfüllen von Fragebögen bis zur Schwierigkeit, dem Thema „Management-Attention“ zu verleihen, gäbe es durchaus auch praktische Vorteile wie zum Beispiel, dass man die CO2-Bilanz einzelner Produkte errechnen könne oder auch eine bessere Basis für Förderanträge und Ausschreibungen zur Verfügung habe. Zur Vereinfachung des alljährlichen „Datensammelns“ wünscht er sich die baldige Realisierung einer einheitlichen EU-Online-Plattform für die Einmeldung der Daten, den sogenannten European Single Access Point (ESAP).

Die in der Geschäftsleitung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung Verantwortliche sowie CFO der APA, Doris Pokorny, ergänzte, dass nach ihrer Erfahrung von Unternehmen manchmal der Fehler gemacht werde, eine zu große Anzahl von reportingpflichtigen Themen zu identifizieren: „Die Beschränkung dieser wesentlichen Themen sowie Datenpunkte und KPIs auf eine überschaubare Anzahl ist entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung. Es geht bei diesem Reporting zwar um die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen und KPIs, aber es müssen keine Maßnahmen zur Prozessverbesserung unmittelbar ergriffen werden“, stellt sie klar, dass auch bei CSRD nichts so heiß gegessen wie gekocht wird.

Chancen für Unternehmen
Trotz der Herausforderungen bietet die CSRD eine Reihe von Chancen für Unternehmen: Durch die Erfüllung der CSRD-Anforderungen können Unternehmen ihr Image verbessern und die Attraktivität für Investoren, Kunden und Mitarbeiter steigern. Die CSRD hilft zudem, Nachhaltigkeitsrisiken zu identifizieren und zu managen, und fördert die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsaspekten, was zu Innovationen führen kann. Um die Herausforderungen der CSRD zu bewältigen, sollten Unternehmen frühzeitig mit der Umsetzung beginnen und sich bei Bedarf professionelle Unterstützung holen. „Jene, die Herausforderungen von der Pflicht zur Kür machen, gewinnen auch im Business“, ist Isabella Mader, Vorstand von Excellence Research sowie IFWK-Vizepräsidentin, überzeugt. Sie zitierte unter anderem aus ihrem neuesten Buch „Digitalisierung & KI strategisch einsetzen“ über ein Dutzend Compliance-Regularien, die von EU-Unternehmen berücksichtigt werden müssen.

Diskussion rund um Kreislaufwirtschaft
Im Rahmen der Diskussion, die von Gabriela Straka, Vorstandsmitglied bei RespACT, moderiert wurde, kam zum Ausdruck, dass die Entwicklung einer CSR-Strategie eine Grundlage für effektive Kommunikation bildet. Unternehmen sollten messbare Ziele und Kennzahlen für ihre Nachhaltigkeitsleistungen festlegen und regelmäßig über ihre Fortschritte bei der Erreichung ihrer CSR-Ziele auch größer berichten. Der Dialog mit Stakeholdern sei dabei essenziell, ebenso wie die Nutzung geeigneter Kommunikationskanäle, um die Nachhaltigkeitsleistungen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft
Zu weiteren Fragen wie Kreislaufwirtschaft oder branchenspezifischen Benchmarks diskutierten unter anderem aus dem IFWK-Vorstand: ESG-Expertin Waltraud Kaserer sowie Amberon-Geschäftsführer Klaus Schmid; aus der Wirtschaft: NTT Austria CEO Roman Oberauer, der Kommunikationsverantwortliche von DS Smith, Hagen Burkert, Verena Treiber von Mediamarkt, Georg Lemmerer von Schelhammer Capital, Martina Kukulka von Austrian Power Grid (APG), Ludwig Steinbauer, PORR, ÖGNI-Geschäftsführer Peter Engert sowie Ferdinand Schütz und Stefan Neubauer von der Kathrein Privatbank.

Aus dem Bereich der Wissenschaften konnte IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer unter anderem begrüßen: Victoria Kaiselgruber, Professorin an der FH Hagenberg, sowie die Autoren des neuen Buches „Strategisches Management der Nachhaltigkeit“ (Springer), Professor Josef Herget und Robert Bodenstein, Präsident der internationalen Consulting-Organisation ICMCI.

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Einführung der EU-Whistleblower-Richtlinie schlecht kommuniziert https://www.ifwk.net/einfuehrung-der-eu-whistleblower-richtlinie-schlecht-kommuniziert/ Wed, 17 Nov 2021 12:03:38 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1346 Viele Unternehmen sind sich der in einem Monat startenden Zusatzbelastung noch nicht bewusst

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Viele Unternehmen sind sich der in einem Monat startenden Zusatzbelastung noch nicht bewusst

Bis 17. Dezember muss Österreich die Whistleblower-Richtlinie der EU in nationales Recht umsetzen. Ab dann sind Unternehmen, aber auch Behörden und öffentliche Stellen verpflichtet, für interne Hinweisgeber Plattformen einzurichten, um Missstände aufzuzeigen. Das vom Kommunikationsexperten Rudolf J. Melzer gegründete Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) zeigte in einer Veranstaltung auf, dass sich ein Großteil der Unternehmen der Zusatzbelastungen durch intern zu implementierende Whistleblower-Systeme noch nicht bewusst ist.

Spätestens seit Edward Snowden und den Panama Papers ist der Begriff „Whistleblowing“ auch in Österreich einer breiten Mehrheit bekannt. Das Europäische Parlament hat 2019 die Whistleblower-Richtlinie (RL 2019/1937) “zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden” beschlossen, die für alle Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten zur Anwendung kommt. Ziel dieser Richtlinie ist eine bessere Durchsetzung des Unionsrechts durch die Definition gemeinsamer Mindeststandards. Die Aufgabe für die nationalen Gesetzgeber der Mitgliedstaaten der Europäischen Union besteht nun darin, die Richtlinie bis 17. Dezember 2021 in nationales Recht umzusetzen. Für Unternehmen mit 50 bis 249 Arbeitnehmern gilt die Umsetzungsfrist für die Einrichtung von internen Meldekanälen um weitere zwei Jahre bis 17. Dezember 2023.

Wie sich die aktuelle Lage in Österreich kurz vor Inkrafttreten der EU-Whistleblower-Richtlinie darstellt, erörterte ein hochkarätiges Panel des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) unter dem Titel „Whistleblower im Spannungsfeld zwischen Gefühl und Gesetz“: Für Ursula Roberts, Leiterin der Praxisgruppe Arbeitsrecht und Immigration bei PwC P&O Legal, ist entscheidend, dass eine Meldung „nicht beim Betriebsrat landet, sondern bei einem unabhängigen Dritten und dass die Anonymität gewährleistet ist. Denn eine Meldung hat weitreichende Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für den betreffenden Arbeitnehmer. Diese Richtlinie ist eine Schutzmaßnahme für Personen.“

Wilhelm Milchrahm, Partner bei der Kanzlei MS Legal, fügte hinzu: „Die Richtlinie bedeutet auch, dass man einen unternehmerischen Rechtsbeistand mit diesen Belangen bemühen kann und sollte, denn es gibt Pflichten, die der Mitarbeiter und auch ein Unternehmen hat. Betroffene Organisationen müssen einen internen Meldeprozess einführen, der Internen und Externen die Möglichkeit gibt, Verstöße zu melden.“

Unternehmen befürchten zusätzliche Kosten
Der erfahrene Top-Manager und Berater Klaus Schmid – er war unter anderem CEO von Capgemini in Österreich sowie von NTT DATA und ist Gründungsmitglied des IFWK – räumte ein, dass die Richtlinie prinzipiell nicht neu ist, viele Unternehmen sich aber des zusätzlichen Aufwandes und der zusätzlichen Kosten noch nicht bewusst sind: „Es muss ein ganz neuer Prozess aufgesetzt werden, der entsprechend dokumentiert und zertifiziert werden muss. Das heißt, es müssen immense Investitionen getätigt werden, die den Wirtschaftsstandort mit zusätzlichen Kosten belasten. Viele Unternehmen gehen auch jetzt sehr sorgsam mit ihrem Personal und ihren Mitarbeitern um und haben etwa entsprechende Werte-Programme. Die Frage ist: Wollen wir mit der Whistleblower-Richtlinie ein Symptom behandeln oder wollen wir auch an der Wurzel beginnen und über Werte diskutieren und darüber, wie man Unternehmen unterstützen kann, dass wieder eine Vertrauenskultur herrscht und man eine Richtlinie in dieser Form gar nicht braucht.“

Ursula Roberts verwies in diesem Zusammenhang auf den Enron-Skandal und den Nutzen einer Whistleblower-Richtlinie: „Wenn man das früher entdeckt hätte, dann hätte großer Schaden für Menschen und Unternehmen verhindert werden können.“ Für Schmid müsse man den Nutzen besser kommunizieren: „Möglicherweise könnte man seitens der Richtlinien gebenden Stelle auch entsprechende Services für Unternehmen anbieten.“

Ashwien Sankholkar, einer der renommiertesten Wirtschafts-Investigativjournalisten des Landes, Chefreporter und Gesellschafter der gemeinnützigen Rechercheplattform DOSSIER: „Die Whistleblower-Richtlinie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie wird viele Vorstände, Geschäftsführer oder Aufsichtsräte zittern lassen und für mehr Disziplin beim Umgang mit Rechtsverstößen sorgen. Wer Compliance nicht ernst nimmt, der wird künftig mehr Probleme bekommen. Das Topmanagement wird gezwungen sein, eine Vertrauenskultur zu etablieren. Sonst gibt’s Troubles. Wer Misstrauen sät, der wird Whistleblower-Anzeigen ernten.“Wilhelm Milchrahm stimmte dem zu: „Das Problem ist, dass ein systemisches Versagen im Unternehmen selbst das interne Whistleblower-System ad absurdum führt. Das heißt, wenn alle internen Stellen zusammenwirken, ist es natürlich sinnlos.“

Richtlinie soll die Vertrauenskultur und Reputation stärken
Für Sankholkar ist wichtig: „Ich nehme mir viel Zeit, die Motive eines Whistleblowers zu verstehen. Bevor ich einem Hinweis nachgehe, stelle ich den potenziellen Informantinnen und Informanten immer dieselben Fragen: Welche Kanäle im Unternehmen haben Sie genutzt, um den Missstand zu beseitigen? Haben Sie mit Ihrem Vorgesetzten gesprochen? Welche Behörde haben Sie kontaktiert? Und zum Schluss muss ich mir selbst die Frage stellen, ob die Aufdeckung des konkreten Missstands von öffentlichem Interesse ist? Das muss ich immer von Fall zu Fall abwägen. Diese Arbeit bleibt mir nicht erspart.“   

Milchrahm betonte, dass es das Ziel der Unternehmen sein sollte, dieses interne Vertrauen herzustellen bzw. zu stärken, da insbesondere die Vorteile einer allfällig notwendigen Selbstanzeige – sowohl in rechtlicher Hinsicht als auch für die Reputation eines Unternehmens – nur durch funktionierende interne Meldeverfahren gewahrt werden können.

Möglicher Schaden?
Für Klaus Schmid stellte sich auch die Frage, ob die Richtlinie nicht dazu führt, dass Personen, die davor gar nicht daran gedacht hätten, nun vermehrt Meldungen nach außen bringen werden und Unternehmen Schaden zufügen. Ursula Roberts dazu: „Die Richtlinie bezieht sich auf Meldung von Rechtswidrigkeiten also Verletzung des EU-Rechts. Und es soll dadurch vieles auf internen Kanälen abgefangen werden. Es wird daher womöglich weniger nach außen dringen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor: Es gibt nun ein System, bei dem ein Mitarbeiter Unstimmigkeiten intern melden kann und nicht sofort an die Öffentlichkeit treten muss.“ Zur Frist, dass die Richtlinie bis 17. Dezember in innerstaatliches Recht umgesetzt werden soll, meinte Roberts: „Meines Wissens nach gibt es dazu aber erst ein Arbeitspapier. Das bedeutet, dass die Richtlinie so angewendet werden muss, wie sie ist.“

Die von der ehemaligen Investigativ- und Wirtschaftsjournalistin Elisabeth Woditschka moderierten Expertenrunde – es meldeten sich unter anderem Isabella Mader, CEO des Excellence Institutes, Doris Pokorny, CFO der Austria Presseagentur und Geschäftsführerin der Gentics Software GmbH, Bernd Bugelnig, General Manager von Capgemini in Österreich, sowie Waltraut Kaserer, Senior Director Strategic Partnerships and Public Affairs der Lenzing AG, zu Wort – kam zum Schluss, dass viele der Details von Seiten des Gesetzgebers noch nicht ausreichend kommuniziert wurden und man daher auch weiterhin auf die Umsetzung in das österreichische Recht gespannt sein darf.

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Frauenquote ist maximal eine Krücke https://www.ifwk.net/frauenquote-ist-maximal-eine-kruecke/ Mon, 27 Sep 2021 08:02:03 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1214 Mangel an weiblichen Führungskräften wird durch unzureichende Finanzausbildung und gesellschaftliche Erwartungen verschuldet – Frauenquote ist nur Tropfen auf dem heißen Stein

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Mangel an weiblichen Führungskräften wird durch unzureichende Finanzausbildung und gesellschaftliche Erwartungen verschuldet – Frauenquote ist nur Tropfen auf dem heißen Stein

Drei Jahre nach der Einführung der gesetzlichen Quotenregelung ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten zwar gestiegen, der Trend setzt sich aber nicht bis ins mittlere Management fort. Nach wie vor werden C-Level-Jobs häufiger männlich als weiblich besetzt. Doch woran liegt das? Und haben Pandemie und Homeoffice zu einem gesellschaftlichen Umdenken beigetragen? Lösungsansätze und eigene Erfahrungen im Recruiting diskutierte dieser Tage ein hochkarätiges Panel des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK) auf Einladung von Henkel CEE im Wiener Figurentheater Lilarum.

Unter dem Titel „Frauenquote im Management – unternehmerische Freiheit versus Gleichstellung“ diskutierten Expertinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien die aktuelle Lage von weiblichen Führungskräften in der heimischen Industrie. Gabriele Schallegger, Managing Director, Divisional Controlling Board & Paper bei Mayr-Melnhof Karton, steht der verpflichtenden Frauenquote kritisch gegenüber: “Ich bin gegen jegliche Art der Diskriminierung, auch der positiven. Am Ende des Tages soll doch keine Quote erreicht werden, sondern, dass das Optimum für das Unternehmen erreicht wird, von der am meisten qualifizierten Person – egal, ob Mann oder Frau.” Nora Lawender, CEO von NTT Ltd. in Österreich, pflichtete dem nur bedingt bei: „Natürlich soll jene Person den Job bekommen, die dafür am besten geeignet ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine Quotenregelung notwendig ist, sonst ändert sich nie etwas. Die Quote ermutigt Frauen vielleicht dazu, sich für Führungspositionen zu bewerben, auch wenn sie die Anforderungen vielleicht nicht zu hundert Prozent erfüllen.“

Genau hier liege auch das gröbste Problem begraben, sagte Ingrid-Mylena Kösten, Politologin, Coach und Gründerin des Netzwerkes womanSuccess: „Frauen haben immer noch das Gefühl, sie müssen dreimal so gut sein, wie ihre männlichen Kollegen, um überhaupt für eine Stelle infrage zu kommen. Daher reihen sie lieber Studium an Studium, anstatt sich einfach auf die Stelle zu bewerben. Neben den strukturellen Barrieren sind es die eigenen Hemmschwellen der Frauen selber.. Die Quotenregelung ist bei der Problematik maximal eine Krücke, die im mittleren Management noch gar nicht angekommen ist.“

Ziel müssen diverse Teams sein

Marlene Hölsken, Head of R&D Operations CEE Countries & Regulatory Affairs, Laundry & Home Care bei Henkel, verortete die Thematik auf einer anderen Ebene: “Die Diskussion muss über klassische Geschlechterrollen hinausgehen. Es sollte für jedes Unternehmen Ziel sein, möglichst diverse Teams zu haben, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft usw. Denn, auch wenn es uns aus unserer Komfortzone herauszwingt, dürfen wir unsere Teams nicht mit jenen besetzen, die uns am ähnlichsten sind. Es ist dringend an der Zeit, andere Denk- und Lösungsansätze zuzulassen, nur dann profitiert das Unternehmen wirklich.“

Gesellschaftspolitisches Umdenken statt Quotenregelung

Die Diskutantinnen waren sich vor allem in einem Punkt einig: Familiengründung und Kinderbetreuung sind in Österreich nach wie vor bei den Frauen verortet. Gerade Wiedereinsteigerinnen tappen dann oft in die Teilzeitfalle. Lawender: „Bei internationalen Konzernen und großen Unternehmen gibt es andere Möglichkeiten als Teilzeit. Wenn uns die Pandemie etwas gelernt hat, dann, dass hybride Arbeitsmodelle möglich und auch wünschenswert sind. Und es muss klar sein, dass Frauen UND Männer in Führungspositionen in Karenz gehen und wieder zurückkommen können. Bei NTT brauchen wir keine Quotenregelung, um eine faire Arbeitsumgebung zu schaffen, aber scheinbar ist das bei anderen Unternehmen notwendig. Es kann nicht sein, dass sich Frauen immer noch rechtfertigen müssen, wenn sie nicht zu Hause bei den Kindern bleiben.“

Nana Siebert, Moderatorin des Abends und stellvertretende Chefredakteurin der Tageszeitung „Der Standard“ stellte fest: „Bei jeder Diskussion zum Thema Frauenquote landet man unausweichlich beim Thema Kinder.“ Gabriele Schallegger: „Es ist in Österreich leider immer noch so, dass viele Frauen durch die Familienplanung vom Arbeitsmarkt verschwinden. In Norwegen lebt man zum Beispiel Vollzeitbeschäftigung für Mutter und Vater, indem man Kinderbetreuung kostengünstig und für alle zugänglich macht.“ Im DACH-Raum sei man hier noch lange nicht so weit. Ingrid-Mylena Kösten: „Strukturen, die gegen Frauen sind, sind aus der Steinzeit und müssen aufgebrochen werden.“

Es hakt an der Finanzbildung

Doch wie kann dieser Umbruch gelingen ohne eine gesetzlich vorgeschriebene Quotenregelung? Siebert: „Bei Frauen hakt es oft an der Finanzbildung und in den Schulen wird zu wenig Wirtschaftserziehung betrieben, hier gibt es ein großes Leck.“ Gabriele Schallegger stimmte dem zu: „Wir sehen, wie wichtig Finanzworkshops für Jugendliche sind. Ich engagiere mich als externe Vortragende in den Lehranstalten unterwegs und merke deutlich, dass die jungen Frauen ganz klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft haben. Es braucht jetzt Role Models wie uns, die ihnen zeigen, dass sie alles erreichen können.“

Marlene Hölsken sieht vor allem für Frauen, die sich für eine naturwissenschaftliche oder technische Karriere entscheiden, noch zu viele Hürden: „Frauen, die aus den Naturwissenschaften kommen, müssen nicht nur die generelle Hürde nehmen, einen technischen Weg einzuschlagen, der leider oft noch den männlichen Kollegen zugeschrieben wird. Sie müssen dann auch noch den Sprung von der Expertenkarriere in eine Führungsposition schaffen und hier ist es eben wichtig, eine gute betriebswirtschaftliche Ausbildung zu haben.“

Laut Schallegger aber dennoch eine Veränderung in der Arbeitswelt bemerkbar: „Ich sehe sehr wohl, dass viele Führungspositionen mittlerweile weiblich besetzt werden. Frauen müssen nur lernen, ihre eigene Karriere wie die Gründung eines Unternehmens zu sehen: Ein gewisses kalkulierbares Risiko musst du eingehen! Und du musst nicht sofort 100 Prozent aller Anforderungen erfüllen, die letzten Prozente kann Mann und Frau mit Training on the Job wettmachen.“

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Ankündigung: Zombie-Unternehmen – Droht der Supergau? https://www.ifwk.net/ankuendigung-zombie-unternehmen-droht-der-supergau/ Wed, 02 Jun 2021 10:34:35 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1204 Zentralbanken und Regierungen versuchen mit milliardenschweren Rettungsprorammen, Unternehmen und Banken vor dem Kollaps zu retten. Doch führt uns dieses Wirtschaften „auf Pump“, dieses „künstlich am...

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Zentralbanken und Regierungen versuchen mit milliardenschweren Rettungsprorammen, Unternehmen und Banken vor dem Kollaps zu retten. Doch führt uns dieses Wirtschaften „auf Pump“, dieses „künstlich am Leben halten“ nicht unweigerlich in eine Krise nach der Krise? Und: Wie gehen die Medien mit diesem Thema um? Zwei Fragen, denen wir und in der nächsten Veranstaltung des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation widmen wollen:

Es diskutieren:
Mag. Dr. Christine Catasta, Direktorin der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG)
Regina Forster, Wirtschaftsjournalistin der APA – Austria Presse Agentur
Mag. Ricardo-José Vybiral, CEO des Kreditschutzverbandes (KSV1870)
Mag. Thomas Oberholzner, Institutsleiter der KMU Forschung Austria

Moderation:
Wirtschaftsjournalist Arne Johannsen

Datum: Dienstag, 8. Juni, 18 Uhr

Bei Interesse an der Veranstaltung melden Sie sich bitte unter office@ifwk.net

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Ankündigung: Euro goes Crypto https://www.ifwk.net/ankuendigung-euro-goes-crypto/ Tue, 23 Feb 2021 16:19:43 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1166 Unser Bargeld zwischen EZB und Blockchain Nicht zuletzt wegen Elon Musks Ambitionen sind Bitcoin & Co dieser Tage wieder in aller Munde. Allein schon die...

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Unser Bargeld zwischen EZB und Blockchain

Nicht zuletzt wegen Elon Musks Ambitionen sind Bitcoin & Co dieser Tage wieder in aller Munde. Allein schon die Erwähnung der Kryptowährung auf Twitter durch den Tesla-Chef ließ den Bitcoin-Kurs gewaltig in die Höhe schnellen. Grund genug für das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK), sich diesem aktuellen Phänomen in seiner nächsten Veranstaltung zu widmen.

Es diskutieren:
Mag. Madlen Stottmeyer, Wirtschaftsredakteurin der Tageszeitung „Die Presse“
Mag. Nikolaus Jilch, Experte für Kryptowährungen bei der Denkfabrik Agenda Austria
Univ.-Lektor, DI Dr. Christoph Strnadl, Vice President Innovation & Architecture der Software AG

Moderation:
Mag. Sara Grasel, Chefredakteurin derbrutkasten.com

Datum: Montag, 15. März, 18 Uhr

Bei Interesse an der Veranstaltung melden Sie sich bitte unter office@ifwk.net

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Ankündigung: Hacker & Heroes in Digitalien https://www.ifwk.net/ankuendigung-hacker-heroes-in-digitalien-wie-man-erfolgreich-im-netz-ueberlebt/ Thu, 03 Dec 2020 10:26:28 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1145 Wie man erfolgreich im Netz überlebt! Zum Abschluss dieses turbulenten Jahres freuen wir uns auf ein besonderes Highlight: Zwei langjährige Journalisten werden nicht nur ihre...

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Wie man erfolgreich im Netz überlebt!

Zum Abschluss dieses turbulenten Jahres freuen wir uns auf ein besonderes Highlight: Zwei langjährige Journalisten werden nicht nur ihre neuen Bücher vorstellen, sie werden sich auch gegenseitig interviewen, also quasi eine Doppelconférence abhalten!

Auf der Bühne:

Michaela Ernst, langjährige Redakteurin bei Kurier und profil, aktuell Chefredakteurin von Sheconomy, die ihr neues Buch „Error 404“ präsentieren wird.

Gerald Reischl, langjähriger Redakteur bei Kurier und futurezone, aktuell Kommunikationschef bei AT&S. Er stellt sein Buch „Internet of Crimes“ vor.

Datum: Mittwoch, 9. Dezember, 18 Uhr

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem langjährigen Partner Henkel CEE, der dieses Event möglich macht!

Aufgrund der aktuellen Abstandsregelungen können wir die Veranstaltung nur für eine sehr begrenzte Personenanzahl öffnen. Die Teilnahme ist daher nur mit Einladung möglich.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter office@ifwk.net

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China ist der Gorilla im Ring https://www.ifwk.net/china-ist-der-gorilla-im-ring/ Sun, 31 May 2020 18:16:21 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1092 Erste IFWK-Onlineveranstaltung zu wirtschaftlichen und (kommunikations-)kulturellen Unterschieden zwischen China und Europa Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) widmete sich in seiner ersten digitalen „Pressestunde“ dem...

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Erste IFWK-Onlineveranstaltung zu wirtschaftlichen und (kommunikations-)kulturellen Unterschieden zwischen China und Europa

Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK) widmete sich in seiner ersten digitalen „Pressestunde“ dem Reich der Mitte, das mehr denn je seinen Einfluss im Westen ausbaut. Journalisten und Experten aus der Wirtschaft diskutierten über die aktuellen geopolitischen Strategien Chinas und welche Vor- und Nachteile sich für Europa und andere Nationen daraus ergeben. Als Keynote-Speaker konnte IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer den langjährigen Asienkorrespondenten der Wirtschaftswoche, Matthias Kamp, begrüßen, der aktuell das Asien-Wirtschaftsressorts der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) aufbaut. Für spannende Einblicke am virtuellen Podium sorgten weiters FACC-Chef Robert Machtlinger, Isabella Mader, Vorstand des Think-Tanks Excellence Institute, sowie der CEO der Great Wall Motor Austria Research & Development GmbH, Markus Schermann.

„Kein Land hat mehr Unicorns, also Startups mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar, als China“, erläuterte Matthias Kamp einleitend in seiner Keynote bei der ersten digitalen „Presse-stunde“ des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK). Fakt ist auch, dass Chinas Einfluss auf den Westen, nicht zuletzt durch die Corona-Krise, weiter zunimmt. Kamp: „Amerika versinkt derzeit im Chaos, China erkennt diese Chance und will Lücken nützen, während Europa noch immer keine einheitliche Linie aus der Krise gefunden hat. Denn China ist nach mehr als vier Jahrzehnten Reform- und Öffnungspolitik der Gorilla im Ring – auch technologisch.“

Systemischer Rivale der EU

Europa sei in seinen einzelnen Länderstrukturen zu divers und keine Einheit. Für die Europäische Union sei China derzeit nicht mehr ein Partner, sondern ein systemischer Rivale: „China will seinen geopolitischen Einfluss ausbauen, auch in Europa. Länder wie Serbien oder Ungarn binden sich zunehmend enger an Peking, während sie zu Brüssel auf Distanz gehen. China schleicht nicht auf die Weltbühne, sondern erstürmt sie“, so Kamp weiter. Der Journalist empfiehlt Europa, sich nicht vor China zu verschließen, sondern Synergien zu erkennen zu nützen: „Entscheidend ist es jetzt, den Dialog mit China zu suchen.“

Das bestätigt auch Markus Schermann, CEO der Great Wall Motor Austria Research & Development GmbH, der beide Systeme schon seit Jahren beobachtet: „China tritt geschlossen und mit einheitlicher Strategie auf. Es gibt einen Plan, wie die Wirtschaft in Schwung gebracht wird und dieser wird mit einer anderen Entschlossenheit verfolgt als es im Westen der Fall ist.“ Hier spielen die kulturellen Unterschiede eine große Rolle: „In der chinesischen Kultur wird mehr Einsatz und Fleiß an den Tag gelegt, während bei uns mehr darauf geachtet wird, Krisen mit möglichst viel Komfort für alle Beteiligten zu lösen.“ Das sei nicht unbedingt schlecht, allerdings dauere die Problemlösung hier wesentlich länger als in China.

Von China lernen – Zielstrebigkeit und strategisches Denken

Die Experten sind sich einig, dass es für den Westen an der Zeit ist, chinesische Denk- und Handlungsweisen zu analysieren und nicht per se zu verteufeln. Isabella Mader, Vorstand des Excellence Institutes und Executive Advisor des Global Peter Drucker Forums, sieht die wesentlichen Unterschiede im Führungsverständnis der Kulturen: „Wenn es in China jemand an die Spitze schafft, bleibt er dort lange, in der Politik genauso wie in der Wirtschaft. Der Nachteil daran ist, dass sie schlechte Führungskräfte auch nicht so leicht loswerden, wie das in Demokratien der Fall ist. Der Vorteil ist, dass langfristige Visionen in China besser umgesetzt werden können, da die Akteure über Jahrzehnte die gleichen sind.“

Das habe man auch beim Luftfahrttechnologie-Konzern FACC AG gelernt, der seit 2009 mehrheitlich der staatlichen Aviation Industry Corporation of China (AVIC) gehört. CEO Robert Machtlinger: „Wir sind ein globales Unternehmen und konnten von allen Kulturen, mit denen wir arbeiten etwas lernen. Das besondere an der chinesischen Kultur ist die Langfristigkeit und Zielstrebigkeit. Eine Eigenheit die auch sehr gut zur FACC DNA passt. Wir hatten schon vor 30 Jahren disruptive Ideen. Diesen Ansatz verfolgen wir noch heute. Im Gegensatz zu Europa werden Rückschläge toleriert, solange man daraus lernt. Dieses Verständnis macht es möglich, auch langfristig vorauszuplanen und konsequent Ziele zu verfolgen. Die Langfristigkeit ist ein großer Unterschied zum westlichen Startup-Verständnis.“

List – Tugend und Untugend
„Wir alle kennen Beispiele, dass etwa Markenprodukte, Verbrauchsgüter oder patentierte Maschinen in China billig nachgebaut und dann deutlich unter dem üblichen Preis in Europa illegal verkauft werden. Diese ´Überlistung´ westlicher Marktbegleiter, die schon so manchen Original-Hersteller sehr in Bedrängnis gebracht hat, gilt in China als Tugend, in der westlichen Welt natürlich als Untugend“, warnte der Gründer und Präsident des IFWK, Rudolf J. Melzer, Unternehmen davor, sich zu leichtgläubig auf „Deals“ mit Geschäftsleuten aus China einzulassen. Denn die List gelte förmlich als sportliche Disziplin.

Mit Vorsicht genießen: Droht europäischen Unternehmen der Ausverkauf?

Diesbezüglich analysierte Matthias Kamp weiter: „China ist aber in manchen Bereichen auch selbst viel vorsichtiger geworden. Die Politik tritt zum Beispiel mittlerweile auf die Bremse, was die Investitionen im Ausland betrifft.“ Und trotzdem werde der Einfluss Chinas, vor allem bei High Tech Unternehmen, weiter zunehmen. Die Diskutanten sind sich einig, dass Kooperationen nur dann funktionieren können, wenn der Wissens- und Investitionstransfer in beide Richtungen stattfindet. Kamp: „Trotz vorhandener Unzulänglichkeiten hat China in den vergangenen Jahren seinen Markt für Investoren aus dem Ausland kontinuierlich weiter geöffnet.“ Das bestätigt auch Robert Machtlinger: „Die Sorge, die die Bevölkerung nach dem Einstieg der AVIC bei FACC hatte, dass der Technologietransfer nur in eine Richtung laufen würde, konnten wir ausräumen. Der Schutz der Kundendaten steht bei uns an oberster Stelle.“

Unter der Moderation der China-Expertin der Tageszeitung „Die Presse“, Marlies Eder, fand diese  digitale „IFWK-Pressestunde“ erstmals via Zoom statt. Die Diskutanten waren aus München, Ried im Innkreis, Kottingbrunn und Wien über das Conferencetool zugeschaltet. Unter den zahlreichen Gästen im virtuellen Auditorium waren unter anderem: voestalpine-Vorstand Reinhard Nöbauer, die Finanzchefin der Austria Presseagentur, Doris Pokorny, die PR-Managerin von IKEA Österreich, Barbara Riedl, der Geschäftsführer des Markenartikelverbandes, Günter Thumser, der langjährige Chefredakteur des „trend“ sowie des Wirtschaftsblatts, Peter Muzik, Anwalt Wilhelm Milchrahm, Pörner-Chef Rainer Walter, sowie IFWK-Gründungsmitglied und Consultant Josef Anreiter.

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Ankündigung IFWK-Pressestunde: „Chinas Freud, Europas Leid“ https://www.ifwk.net/ankuendigung-ifwk-pressestunde-chinas-freud-europas-leid/ Mon, 04 May 2020 12:43:30 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1039 Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Da wir auch in Zeiten von Social Distancing nicht auf spannende Diskussionen verzichten möchten, laden wir Sie herzlich zur ersten...

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Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Da wir auch in Zeiten von Social Distancing nicht auf spannende Diskussionen verzichten möchten, laden wir Sie herzlich zur ersten „IFWK-Pressestunde“ via dem Video-Conferencetool „Zoom“ ein. Es freut uns sehr, dafür den langjährigen Asien-Wirtschaftskorrespondenten der deutschen WirtschaftsWoche, Matthias Kamp, zu gewinnen. Derzeit baut er das Asien-Wirtschaftsressort für die Neue Züricher Zeitung (NZZ) auf und wird bei seiner digitalen Keynote unter anderem darüber sprechen, wie China bis 2025 in zehn Bereichen die globale Technologieführerschaft erreichen und wie das Land mit seiner neuen Seidenstraße seinen politischen Einfluss ausbauen will. Mehr dazu bei einem Abend zum Thema:

Chinas Freud, Europas Leid
Über Unterschiede bei Tugenden und Untugenden beider Kulturkreise in Wirtschaft und Kommunikation

Keynote: Matthias Kamp, Leiter des Asien-Wirtschaftsressorts der NZZ

Mit ihm werden diskutieren:
Robert Machtlinger, CEO des österreichisch-chinesischen
Luftfahrttechnologie-Konzerns FACC AG

Isabella Mader, BA MSc, Vorstand des Excellence Institutes sowie Executive Advisor des Global Peter Drucker Forums

Dr. Markus Schermann, CEO Great Wall Motor Austria Research & Development GmbH

Moderation: Marlies Eder, Außenpolitik-Redakteurin bei der Tageszeitung „Die Presse“

Datum: 26. Mai, Beginn: 18.00 Uhr

Möchten Sie bei der Veranstaltung dabei sein? Bitte melden Sie sich bei uns unter office@ifwk.net.

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Neue Generalsekretärin, neue Beiräte, neues Format https://www.ifwk.net/neue-generalsekretaerin-neue-beiraete-neues-format/ Mon, 16 Mar 2020 11:36:19 +0000 http://www.ifwk.net/?p=1029 Zulehner-Keynote zu „Make the Fake“ brachte hitzige Diskussion um Trump und Wirklichkeit Wien, 16. März 2020 (IFWK). – Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (www.ifwk.net) startete...

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Zulehner-Keynote zu „Make the Fake“ brachte hitzige Diskussion um Trump und Wirklichkeit

Wien, 16. März 2020 (IFWK). – Das Internationale Forum für Wirtschaftskommunikation (www.ifwk.net) startete mit der Einführung der Funktion einer Generalsekretärin, der Erweiterung des Beirates sowie einer spannenden Auftaktveranstaltung ins zweite Bestands-Jahrzehnt: „Make the Fake“ postulierte Strategieexperte, Autor und Speaker Christoph Zulehner bei einem kontroversen Diskussionsabend im Presseclub Concordia in Wien und erläuterte, warum Erfolg die Täuschung braucht.

Als „Markenbotschafterin aus Leidenschaft“ versteht sich die erfahrene Öffentlichkeitsarbeiterin (Donau-Universität Krems) und Corporate Communications Managerin bei Bacher Systems, Christine Perkonigg. Grund genug für den Gründer des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation, Rudolf J. Melzer, Christine Perkonigg für die neu geschaffene Funktion der IFWK-Generalsekretärin vorzuschlagen. Bei der Generalversammlung am 10. März wurde dieser Vorschlag einstimmig bestätigt und auch der Beirat auf sechs Personen erweitert: APA-Geschäftsführer Clemens Pig, Corporate Communications Spezialistin Susanna Janovsky, Strategieberater Klaus Schmid sowie die Wirtschaftsjournalistinnen Sara Grasel und Teresa-Antonia Spari sowie der langjährige Vorsitzende der Initiative „Qualität im Journalismus“ und weithin anerkannte Journalist Engelbert Washietl. Unverändert blieb der IFWK-Vereinsvorstand, bestehend aus dem Gründer Rudolf J. Melzer, Isabella Mader, Vorstand des Excellence Institutes, sowie Medienprofi Peter Muzik.

„Christine Perkonigg wird sich als Hüterin der Statuten um Organisatorisches sowie den Kontakt zu Behörden und diversen Stakeholdern kümmern und somit das neue Gesicht des IFWK nach außen sein“, freut sich IFWK-Gründer Rudolf J. Melzer über Aufbruchstimmung, personelle Verjüngung und weitere neue Mitglieder wie Manstein-Verlag-Geschäftsführer Markus Gstöttner, IKEA-Sprecherin Barbara Riedl, Gabriela Straka von der Brauunion und  die Geschäftsführerin von wirtschaftszeit.at, Silvia Nussbaumer.

Nach dem sehr intensiven Jubiläumsjahr 2019 mit der vielbeachteten 10-Jahresfeier mit BM Margarete Schramböck und WKO-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller wird auch 2020 thematisch wieder breit gefächert sein: Große „Brötchen“ der Wirtschaftskommunikation wie die Umkehr der Globalisierung, aber auch die mittelfristigen Entwicklungen im asiatischen Wirtschaftsraum wollen gebacken werden. „Mit dem frischen Wind der neuen Mitglieder und dem fachlich breit aufgestellten Beirat werden wir im IFWK auch in den nächsten Jahren wieder unserer Rolle als Vor- und Querdenker in Sachen Wirtschaft und Kommunikation gerecht werden können“, freut sich IFWK-Präsident Rudolf J. Melzer über die kompetente Verstärkung.

Trump und Wirklichkeit – Premiere für neues Format „IFWK-Pressestunde“

Die erste Veranstaltung im neuen Jahr drehte sich gleich am selben Abend der Generalversammlung um das – spätestens seit US-Präsident Donald Trump viel zitierte – Thema „Faken“, dem Keynote-Speaker Christoph Zulehner im Zusammenhang mit persönlichen Karrierezielen viel abgewinnen kann. Premiere feierte dabei das neue IFWK-Veranstaltungsformat der „Pressestunde“, ein verbaler Schlagabtausch zwischen dem Vortragenden und den profilierten Journalistinnen Anna Maria Wallner, Leiterin des Debattenressorts der „Presse“, sowie Katharina Schell, Stv. Chefredakteurin der APA.

Selbst nach eigenen Angaben unentwegt als Faker unterwegs, beschäftigt sich Christoph Zulehner seit mehr als dreißig Jahren mit wissensorientierten Organisationen und mit Menschen und deren Lernverhalten. Die Digitalisierung und die Verkürzung unserer Arbeitszeit sieht er als die größten Motoren der Veränderung unserer Gesellschaft.

Zur Mega-Herausforderung werde aber das exponentielle Wachstum des Wissens. „Allein im Gesundheitswesen verdoppelt sich das Wissen mit jedem Jahr“, so Zulehner.

Damit Menschen mit dieser rasanten Entwicklung Schritt halten könnten, müssten sie auf Spezialisierung und konkrete Expertenfelder setzen: „Allrounder stehen auf ganz dünnem Eis und werden einbrechen“, prophezeit der Keynote-Speaker. Wesentlich sei aber auch die Vernetzung mit anderen: „Wir brauchen einander in der wachsenden Welt des Wissens.“

Fake it until you make it

Zwischen den tatsächlichen Erfahrungen und Fähigkeiten, die man mitbringt, und dem, was einem von außen zugeschrieben wird, sieht Zulehner viel Raum für Fake. „Fake it until you make it“, empfiehlt er – und meint damit das Recht, so lange nur so zu tun, als könne man etwas, bis man es wirklich beherrsche. „Wenn wir uns verbessern und dazu lernen wollen, geschieht dies zu 10 Prozent durch Zuhören und Lesen, zu 20 Prozent durch konstruktives Feedback und zu 70 Prozent durch Tun“, weiß der Experte. „Wir alle müssen also als Faker in die Vorleistung gehen und dann aber so rasch wie möglich unsere Versprechen einlösen.“

Die Medienvertreterinnen Anna Maria Wallner und Katharina Schell hinterfragten im Anschluss an den Vortrag gemeinsam mit dem Publikum die Thesen des Strategieexperten und wollten unter anderem wissen, was der Unterschied zwischen Fake und Lüge sei. „Lügen ist, etwas vorzugeben, was man nicht ist – das tut der Faker aber nicht“, zieht Zulehner die Trennlinie.

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